„Das reicht für nichts“: Krankenhausbeschäftigte fordern deutliche Lohnsteigerung

Etwa 60 Beschäftigte des Salzgitteraner Klinikums machten ihren Unmut über das erste Angebot des Helios Konzerns deutlich.

Etwa 60 Beschäftigte des Salzgitteraner Klinikums hatten sich vor dem Haupteingang versammelt.
Etwa 60 Beschäftigte des Salzgitteraner Klinikums hatten sich vor dem Haupteingang versammelt. Foto: Miriam Seedorf

Salzgitter. Am heutigen Freitag um 12:30 versammelten sich zirka 60 Beschäftigte des Salzgitteraner Klinikums vor dem Haupteingang, um ihren Unmut über das erste Angebot des Helios Konzerns deutlich zu machen. Das berichtet die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di in einer Pressemitteilung.


Lesen Sie auch: Trotz Omikronwelle: Nur leichte Einschränkungen im Helios Klinikum


Die in der Gewerkschaft ver.di organisierten Beschäftigten des Helios-Krankenhauses in Salzgitter und sieben weiteren Helios Häuser befinden sich zurzeit in Tarifverhandlungen mit dem Helios Konzern. Sie fordern unter anderem 15 Prozent mehr Gehalt im Monat. Helios hatte am 17. März ein erstes Angebot vorgelegt. Demnach sei der Konzern bereit, in den kommenden zwei Jahren die Löhne halbjährlich um 1 Prozent zu erhöhen.

"Werden uns nicht mit Almosen abspeisen lassen“


Was die Beschäftigten von diesem Angebot hielten machten sie am Freitag deutlich. Unter anderem entrollten sie ein Transparent. Zu lesen war: „Das reicht für nichts“ daneben waren Tankzapfhahn und Steckdose abgebildet, ein Verweis auf die stetig steigenden Lebenshaltungskosten. Funda Es, ver.di Aktive im Klinikum Salzgitter erklärt: „Meine Kolleginnen arbeiten seit über zwei Jahren am Limit, während Helios dicke Gewinne macht. Miete, Lebensmittel, Heizkosten, Benzin - alle Preise schießen in die Höhe. Das Angebot des Helios Konzern reicht noch nicht mal um die Preissteigerungen auszugleichen. Wir als verdianer werden uns nicht mit Almosen abspeisen lassen.“

Holger Danke, Sprecher der Tarifkommission und Betriebsratsvorsitzender appelliert an Helios: „Der Konzern ist dabei auch noch die letzten Fachkräfte aus dem Beruf zu vertreiben. Alle Welt weiß, dass es gerade eine massive Aufwertung des Berufs braucht, deshalb fordern wir deutliche Lohnsteigerungen. Unsere Forderung ist maßvoll und gerechtfertigt!“ Am 29. April werden weitere Tarifverhandlungen mit dem Helios Konzern stattfinden.


zum Newsfeed