Salzgitter. Wieder einmal können die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. vom Ortsverband Salzgitter stolz sein: Mit großer Unterstützung von vielen kleinen und großen Spenderinnen und Spendern konnten 424 Pakete eingesammelt werden.
Besonders fleißig packten wieder einmal die Freiwilligen Feuerwehren mit an, heißt es in einer Presseinformation der Johanniter. Diesmal dabei waren Beinum, Nettlingen, Söhlde und Woltwiesche. Allein in Söhlde kamen inklusive einer verarbeiteten Geldspende 112 Pakete zusammen. „Es ist schon eine kleine Challenge unter den Feuerwehren, wir sind sehr glücklich über das tolle Engagement“, sagt Maren Meers von der Johanniter-Weihnachtstrucker-Teamleitung in Salzgitter mit Nachdruck. Dazu kamen noch unzählige Pakete von den Johanniter-Kitas in Salzgitter und Goslar. Dort seien Eltern und Mitarbeitende sehr engagiert gewesen und die Kinder hätten die Kartons noch besonders verziert. Auch die Grundschule Kranichdamm beteiligte sich: Jede Klasse packte ein Paket, insgesamt wurden es 25. Zusätzlich unterstützten das erste Mal die Vereinigten Dammann Kreidewerke aus Söhlde. Im Regionalverband Harz-Heide, zu dem neben Salzgitter auch Uelzen, Braunschweig, Celle und Lüneburg gehören, wurden fast 1.900 Pakete zusammengetragen.
Pakete gehen auf Reise
„Eine super Leistung! Wir sind sehr dankbar, dass so viele Menschen mitgemacht haben. Herzlichen Dank! Damit bringen wir Menschen in Not ein wenig Licht in die Dunkelheit“, unterstreicht Meers. Und dies im wahrsten Sinne des Wortes, denn Maren Meers ist eine der Ehrenamtlichen, die seit Jahren dem Team des Hilfskonvois vom Landesverband Niedersachsen/Bremen angehört und auch jetzt wieder am zweiten Weihnachtstag Richtung Bistritz/Rumänien aufbrechen wird. Am frühen Freitagmorgen ist es soweit, dann werden die drei Trucks mit Begleitfahrzeugen, beladen mit knapp 5.000 Paketen, von einem Autohof im Landkreis Gifhorn losfahren.
Aktuell laufen die Beladungen der Trucks, nachdem alle Kartons noch einmal anhand der vorgeschriebenen Packliste kontrolliert und für den Transport vorbereitet wurden. „Es erfüllt mich immer mit großer Vorfreude, wenn wir endlich aufbrechen und uns auf den Weg machen. Darauf fiebern wir alle hin, damit wir Menschen, denen es nicht gutgeht, zeigen können, dass sie und ihre Not nicht vergessen sind“, erzählt Meers.
Der Konvoi erreicht das große Logistikzentrum bei Bistritz voraussichtlich am Abend des 27. Dezembers. Dort werden die Pakete umgelagert. Die Konvoi-Fahrerinnen und -fahrer werden auch vor Ort ein paar Pakete an bedürftige Familien übergeben, bevor sie am 29. Dezember die Rückreise antreten und hoffentlich am Tag vor Silvester wohlbehalten zu ihren Familien zurückkehren. „Dieses Lächeln der Kinder und von ihren Angehörigen beflügelt und belohnt uns“, so die ehrenamtliche Johanniterin Maren Meers.
Der Johanniter-Weihnachtstrucker
Bei dieser alljährlichen bundesweiten Hilfsaktion der Johanniter werden Pakete mit einem fest definierten Inhalt gesammelt und mit einem Hilfskonvoi zwischen Weihnachten und Neujahr in die armen Regionen Osteuropas gebracht werden. Die Pakete enthalten Lebensmittel, mit denen eine vierköpfige Familie eine Woche auskommt. Die meisten Pakete, die in Niedersachsen gesammelt werden, werden über das Deutsch-Ukrainische Forum in die Ukraine geschickt. Beteiligt sind Johanniter-Verbände aus ganz Deutschland, darunter auch die Johanniter aus Braunschweig, Celle, Lüneburg, Salzgitter und Uelzen.

