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Innenminister Pistorius lobt Arbeit regionaler Wehren

Die Feuerwehren der Region waren in der Vergangenheit nicht nur lokal im Einsatz. Oftmals unterstützten sie auch die Kräfte in benachbarten Bundesländern.

von Anke Donner


Die Feuerwehren in der Region leisten gute Arbeite. Das meint auch Niedersachsens  Minister für Inneres und Sport, Boris Pistorius.
Die Feuerwehren in der Region leisten gute Arbeite. Das meint auch Niedersachsens Minister für Inneres und Sport, Boris Pistorius. Foto: Archiv

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28.09.2020

Region. Der Niedersächsische Minister für Inneres und Sport, Boris Pistorius, hat kürzlich den Jahresbericht 2019 der niedersächsischen Feuerwehren vorgestellt. Dabei lobte Pistorius die Arbeit der niedersächsischen Einsatzkräfte, die auch in Krisengebieten eingesetzt worden sind. Auch Kräfte aus der Region spielten eine wichtige Rolle bei der Bekämpfung von Großschadenslagen.



Einsatzkräfte der Feuerwehr und Polizei aus Niedersachsen haben im Jahr 2019 tatkräftig die Waldbrandbekämpfung in den Bundesländern Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern unterstützt. Insgesamt waren aus Niedersachsen 416 Einsatzkräfte der Feuerwehr im Einsatz. Vom 26. Juni bis 1. Juli 2019 unterstützten insgesamt 82 Einsatzkräfte der Feuerwehr Braunschweig (Berufs- und Freiwillige Feuerwehr) im Rahmen der länderübergreifenden Hilfe bei der Waldbrandbekämpfung in der Lieberoser Heide (Brandenburg). Die Kräfte erfüllten den Auftrag, eine etwa 1,5 Kilometer lange Wasserförderstrecke vom sogenannten Teerofensee zum eingerichteten Wasserübergabepunkt aufzubauen.

Vom 1. Juli bis 4. Juli 2019 unterstützten Feuerwehrkräfte aus drei Kreisfeuerwehrbereitschaften Niedersachsens im Rahmen der länderübergreifenden Hilfe beim Einsatz zur Waldbrandbekämpfung auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz in Lübtheen, Landkreis Ludwigslust-Parchim (Mecklenburg-Vorpommern). Bei dem Brand auf einer munitionsbelasteten Fläche sind insgesamt über 1.200 Hektar Gesamtfläche verbrannt. Erschwert wurde die Brandbekämpfung durch die Kampfmittelbelastung der betroffenen Flächen. Nach der Ausrufung des Katastrophenfalls im Landkreis Ludwigslust-Parchim am 30. Juni erfolgte noch am selben Tag die erste Kräfteanforderung für Niedersachsen. Insgesamt unterstützte Niedersachsen Mecklenburg-Vorpommern mit insgesamt drei Kreisfeuerwehrbereitschaften bei der Brandbekämpfung. Die Kreisfeuerwehrbereitschaft (KFB) Rotenburg-Wümme (Süd) aus dem Bezirk Lüneburg war mit 25 Fahrzeugen und 110 Feuerwehrkräften vom 1. Juli früh morgens bis 2. Juli nachmittags im Einsatz. Die KFB Peine Ost mit 134 Einsatzkräften und die KFB Goslar mit 90 Einsatzkräften aus dem Bezirk Braunschweig waren vom 2. Juli morgens bis 4. Juli nachmittags im Einsatz. Die Brandschützer aus Goslar wurden später für ihren Einsatz geehrt. Durch die KFB Goslar wurde unter anderem das THW bei dem Aufbau eines Behandlungsplatzes unterstützt, bis eine Verlegung ins direkte Einsatzgebiet in den Einsatzabschnitt III erfolgte. Dort wurde im Zweischichtbetrieb (Schichtlänge sechs Stunden) eine Riegelstellung zum Dorf Trebs (160 Einwohner) unterhalten. Die Kreisfeuerwehrbereitschaft Peine-Ost unterstützte anfangs ebenfalls das THW bei dem Aufbau von Zelten. Am 3. Juli 2019 erfolgte dann der Auftrag eine Riegelstellung im Bereich Völkenrode zu unterhalten.

Einsatz in Meppen


Auch im Jahr 2018 wurden die Feuerwehren der Region um Unterstützung gebeten. Nahezu jede Kreisfeuerwehrbereitschaft wurde zum Moorbrand in Meppen gerufen. Über mehrere Tage waren die Kräfte aus Braunschweig, Wolfenbüttel, Goslar, Helmstedt und Wolfsburg im Einsatz, um gegen den Brand zu kämpfen, der auf dem Gelände der Wehrtechnischen Dienststelle ausgebrochen war. Erwähnenswert ist hierbei vor allem, dass es sich bei den eingesetzten Kräften größtenteils um freiwillige Feuerwehrfrauen- und Männer handelte, die ihre Erfahrung und ihre Freizeit in den Dienst der Brandbekämpfung gestellt haben.

Niedersachsenweit gibt es elf Berufsfeuerwehren, von denen drei im Großraum Braunschweig angesiedelt sind. Nur die Städte Wolfsburg, Salzgitter und Braunschweig verfügen aufgrund ihrer Größe und Einwohnerzahl über hauptamtliche Brandschützer. Sie werden von unzähligen Freiwilligen unterstützt, wenn es heißt: retten, löschen, bergen, schützen. Die Anforderungen, und das sei ebenfalls erwähnt, sind bei den hauptamtlichen und den freiwilligen Kräften gleich.


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