Jugendliche entwickeln eigene Energiewende in Salzgitter

Drei Tage fand das Projekt „plenergy“ am Gymnasium Salzgitter-Bad statt.

Die Akteure von Plenergy in Salzgitter, v.l. Leonie Grothues (Klimaschutzagentur Weserbergland), Leon (Teilnehmer), Hans-Günter Gerhold (Schulleiter), Fiona (Schülerin), Andreas Triebe (Ortsbürgermeister der Ortschaft Süd), Wiebke (Schülerin), Christian Striese (Zweiter Bürgermeister), Gina (Schülerin), Eric (Schüler) und Jan Holzenbecher (Klimaschutzmanager).
Die Akteure von Plenergy in Salzgitter, v.l. Leonie Grothues (Klimaschutzagentur Weserbergland), Leon (Teilnehmer), Hans-Günter Gerhold (Schulleiter), Fiona (Schülerin), Andreas Triebe (Ortsbürgermeister der Ortschaft Süd), Wiebke (Schülerin), Christian Striese (Zweiter Bürgermeister), Gina (Schülerin), Eric (Schüler) und Jan Holzenbecher (Klimaschutzmanager). Foto: Stadt Salzgitter

Salzgitter. Frische Tatkraft für die Energiewende gab in Salzgitter. In Kooperation mit der Klimaschutzagentur Weserbergland gGmbH hat die Stadt Salzgitter „plenergy – Vom Planspiel zur Energiewende“ vom 9. bis 11. November zu sich und ans Gymnasium Salzgitter-Bad geholt. Das Projekt fördert den Austausch und vernetzt Jugendliche sowie Aktive der Lokalpolitik und örtliche Initiativen im Sinne von Klimaschutz und Energiewende. Dies teilte die Stadt mit.



Klimaneutraler Neubau von öffentlichen Gebäuden, Sanierung und Ausbau des Radwegenetzes, Konsumberatungstage an Schulen und zahlreiche weitere Idee: In drei spannenden Projekttagen haben rund 90 Schüler mit ihren Ansätzen neuen Schwung in den Klimaschutz und die Energiewende ihrer Stadt gebracht. Sie stammen aus den 10. Klassen des Gymnasiums Salzgitter-Bad.

Der Energiewende-Rat


Im Planspiel plenergy berieten sie sich am Mittwoch in Fachausschüssen, am Donnerstag stimmten sie ihre Beschlussvorlagen im großen Energiewende-Rat ab, und für Freitag stand die Realisierung ihrer Projektideen zu Klimaschutz und Energiewende auf dem Programm. Ein Moderationsteam, ein Medienpädagoge, Experten aus verschiedenen Fachrichtungen und Aktive von Initiativen vor Ort unterstützten die Jugendlichen. Einen direkten Einblick ins Planspiel gab eine Dokumentationsgruppe von acht Schülern via Blog. So lässt sich auch nach den Projekttagen noch sehen, was etwa die Fachausschüsse Strom, Gebäude, Mobilität und Konsum erarbeitet haben oder der Energiewende-Rat beschlossen hat. Fotos, Texte und Film-Clips stehen online auf www.plenergy.de/salzgitter22.

Pragmatische Ideen seien entstanden


Der Zweite Bürgermeister Christian Striese sei schnell dafür zu gewinnen gewesen, aktiv im Planspiel mitzuwirken und den Energiewende-Rat an Tag zwei zu leiten. „Klimaschutz und Energiewende sind Themen, die heute wichtig sind und uns alle – jung wie alt – betreffen. Ich finde es toll, dass die Schülerinnen und Schüler bei diesem Planspiel so viele innovative Ideen formuliert und beschlossen haben.“, so Striese. Er leitete das große Gremium im Saal der der Arche 4. Striese trug die Beschlussvorlagen der Jugendlichen aus den Fachausschüssen vor, leitete deren Diskussion und ließ abstimmen. Besonders interessiert hörte dabei auch Klimaschutzmanager Jan Holzenbecher zu, der sich für plenergy in Salzgitter eingesetzt hat und zu den Personen gehört, die Ergebnisse von plenergy in der Stadt weiterverfolgen wollen. Auch der Schulleiter des Gymnasiums Salzgitter-Bad, Hans-Günter Gerhold, war mit seinen Schülern vor Ort und betonte: „plenergy, das sind tolle, pragmatische Ideen unserer Schülerinnen und Schüler vom Kleinen ins Große gedacht. Bei plenergy wird super Arbeit geleistet. Das Team, welches das Planspiel durchführt, motiviert die Teilnehmenden in einzigartiger Weise, unsere Energiezukunft mitzugestalten.“

An Tag drei waren örtliche Initiativen wie die Regionale Klimaschutz- und Energieagentur, das Jugendparlament der Stadt Salzgitter und die Naturschutzjugend vertreten. Sie waren gespannt, welche Projektideen die Schüler präsentieren würden und boten Beratung und Unterstützung an, die neuen Ansätze zu realisieren. So sollen langfristig neue Verbindungen der Jugendlichen zu tatkräftigen Akteuren entstehen, um die plenergy-Ideen in Salzgitter mit Erfolg umzusetzen. Denn plenergy soll über die drei Projekttage hinauswirken.

Nachwirkungen erwünscht


Die Klimaschutzagentur Weserbergland gGmbH setzte plenergy in Salzgitter um. plenergy ist konzipiert, um Kontakte zu stiften und neue Netzwerke für den Klimaschutz und die Energiewende zu schaffen. Es geht dabei um Meinungsbildung und politische Teilhabe. Jan Holzenbecher, Klimaschutzmanager der Stadt Salzgitter, ist auch weiterhin Ansprechpartner für die teilnehmenden Schüler.

Zum Projekt


Projektträgerin ist die gemeinnützige Klimaschutzagentur Region Hannover, die im Januar 2019 mit plenergy an den Start gegangen ist. Seit 2020 arbeitet sie mit Partnern wie der Klimaschutzagentur Weserbergland gGmbH zusammen, um in verschiedenen Regionen Generationen für die Gestaltung der lokalen Energiewende zusammenbringen. Das Projekt ist gefördert von der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI) des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz als „innovatives

Klimaschutzprojekt mit bundesweiter Ausstrahlung“ bis Ende 2022. Ein Kurzfilm und mehr Informationen auf www.plenergy.de


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