Missbrauchsprozess: Mutter nimmt Angeklagten in Schutz

von Frederick Becker


Das Braunschweiger Landgericht. Foto: Anke Donner
Das Braunschweiger Landgericht. Foto: Anke Donner | Foto: Anke Donner

Salzgitter. Im Missbrauchsprozess gegen einen Salzgitteraner, der seine Stieftochter, seit sie sechs Jahre alt war, über Jahre hinweg sexuell missbraucht haben soll, hat sich nun erstmals die Mutter des mutmaßlichen Opfers vor dem Braunschweiger Landgericht geäußert. Sie leugnete, von den Taten gewusst zu haben.


Das Mädchen habe sich ihr nie anvertraut. Das berichtet die Salzgitter Zeitung (SZ). „Dazu wäre er nicht fähig“, habe die 36-Jährige beteuert. Gegenüber der Polizei soll sich die Frau anders geäußert haben, wie die SZ schreibt. Der Polizei soll sie von einem Selbstmordversuch wegen des Missbrauchs berichtet haben. Vor Gericht zeichnete sie das Bild eines, wie sie es ausdrückte, "normalen" Familienlebens.

Die Mutter implizierte sogar, dass ihre Tochter den jahrelangen Missbrauch durch den Vater erfunden haben könnte, um von Zuhause wegzukommen. Andere Zeugen, darunter ein Mitarbeiter des Jugendamtes, dass die Kinder aus der Familie nahm, äußerten sich gegensätzlich und bezeichneten das nun volljährige Opfer als glaubwürdig.

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