Region. Der Krieg Israels und der USA gegen den Iran hält die Welt weiter in Atem. Die Blockade der Straße von Hormuz sorgt für explodierende Preise auf dem Ölmarkt, auch hierzulande ächzen Autofahrer seit Wochen unter steigenden Kraftstoffpreisen. Nun scheint an einigen Tankstellen auch noch der Sprit knapp zu werden.
Bereits seit Beginn des Monats dürfen Tankstellen ihre Preise nur noch einmal täglich erhöhen – um 12 Uhr mittags. Am morgigen 1. Mai startet nun der sogenannte Tankrabatt. Mit diesem will die Bundesregierung für eine spürbare Entlastung bei den Bürgern sorgen. Für die Dauer von zwei Monaten soll dabei die Mineralölsteuer um 17 Cent pro Liter gesenkt werden. Kritiker hatten jedoch im Vorfeld befürchtet, dass die Mineralölkonzerne diesen Rabatt nicht an die Verbraucher weitergeben. Wie unter anderem der Deutschlandfunk berichtet, hat es am heutigen Donnerstag zur Mittagszeit tatsächlich einen Rekordanstieg bei den Preisen gegeben. Demnach verteuerte sich Diesel im bundesweiten Durchschnitt um 17,7 Cent pro Liter.
Wird der Sprit knapp?
Während mögliche Verknappungen bei Kerosin bereits seit mehreren Wochen immer wieder die Schlagzeilen dominieren und vor allem Urlauber in Sorge versetzen, schien die Lage bei Diesel und Benzin bisher noch relativ entspannt zu sein. Doch wie ein Bild von einer Tankstelle in Wolfenbüttel vom heutigen Abend zeigt, könnte der Schein trügen: Dort ist der Kraftstoff E10 nicht mehr verfügbar, ein Schild weist auf einen regionalen Versorgungsengpass hin. Ob und wann eine Nachlieferung erfolgen könnte, konnten die Tankstellenmitarbeiter auf Nachfrage nicht sagen.
Ob der morgen in Kraft tretende Tankrabatt und der damit einhergehende mögliche Ansturm auf die Tankstellen der Region für zusätzliche Versorgungsengpässe sorgen wird, bleibt abzuwarten.

