"Nullbock" spendet an Hospiz-Initiative für Kinder- und Jugendtrauerarbeit

Aus einer "Schnapsidee" heraus: Die Band verkaufte selbstgenähte Masken an Fans. Der Erlös geht an die Kinder- und Jugendtrauerarbeit in Salzgitter.

von Kathrin Kühn


Von links: Damian Polewka - Schlagzeug; Birgit Beyer Hospiz-Initiative Salzgitter; vorn sitzend Andrea Ballüer ehrenamtliche Helferin; Katharina Gerlach (hat die Masken genäht); Peter Moryc - Gitarre; André Bormann - Bass; Adrian Polewka - Gesang, Gitarre.
Von links: Damian Polewka - Schlagzeug; Birgit Beyer Hospiz-Initiative Salzgitter; vorn sitzend Andrea Ballüer ehrenamtliche Helferin; Katharina Gerlach (hat die Masken genäht); Peter Moryc - Gitarre; André Bormann - Bass; Adrian Polewka - Gesang, Gitarre. | Foto: Rudolf Karliczek

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Salzgitter. Die Band "Nullbock" hatte eine Schnapsidee. Sie fertigte mithilfe einer Freundin 140 Masken an, die mit Nullbock-Logo verziert waren und verkaufte diese im Internet: Die Idee entstand bereits im März, als die Corona-Krise sich in ihrer Hochphase befand. Der Ursprung: Man wollte einen gemeinnützigen Zweck unterstützen und gleichzeitig Masken unter die Leute bringen in einer Zeit, die auch für Künstler entbehrungsreich war. Es gab keine Konzerte, keine Auftritte. Durch die Maskenaktion wollte die Band etwas Gutes tun und den Kontakt zu den Fans aufrechterhalten. Im Gespräch mit regionalHeute.de schildern Sänger und Gitarrist Adrian Polewka und Birgit Beyer von der Hospiz-Initiative Salzgitter Kinder- und Jugendtrauerarbeit "Regenbogenweg", was die Spende von 1.222,22 Euro für beide bedeutet.


Birgit Beyer unterstreicht die große Bedeutung von Trauerarbeit für Kinder und Jugendliche: "Manche Kinder sind noch so klein, dass sie keinen Begriff von Endlichkeit haben. Sie gehen morgens zur Beerdigung vom Papa und fragen beim Abendessen, wann Papa wiederkommt. Gerade diesen Kindern begreifbar zu machen, was Tod bedeutet, darin liegt die besondere Bedeutung der Kindertrauerarbeit."

Mit der Spende von 1.222,22 Euro wird zum einen die Ausbildung der Sterbebegleiter unterstützt, zum anderen werden den Kindern und Jugendlichen, die mit einem Todesfall in der Familie klarkommen müssen, kleine Wünsche erfüllt. Dazu zählt auch der jährliche Ausflug mit der Initiative, bei der es ausnahmsweise nicht um das Thema Tod geht, so die Leiterin der Hospiz-Initiative. "Wir sind der Band Nullbock sehr dankbar für diese Spende", schließt Beyer.

"Klar, wohin der Erlös gehen sollte"


Adrian Polewka, Sänger und Gitarrist bei "Nullbock" erzählt: "Wir haben in den letzten Jahren immer wieder die Hospizarbeit in Salzgitter unterstützt. Es ist uns ein besonderes Anliegen, weil wir selbst davon betroffen waren. Als wir erfuhren, dass es in Lebenstedt eine eigene Initiative für Kinder und Jugendliche gibt, wussten wir, wohin der Erlös aus der Schnapsidee gehen sollte.

Die Idee ist einfach: "Wir hatten noch jede Menge Merch in unserer Lagehalle liegen, denn für uns bedeutet das Corona-Jahr auch, dass wir keine Konzerte spielen und unsere Fanartikel nicht loswerden. Deswegen haben wir unsere gute Freundin Katharina Gerlach gebeten, uns Masken mit unserem Logo zu nähen, die wir für einen guten Zweck an unsere Fans verkaufen können. Am Ende wurden daraus 140 Masken. Den Erlös aus dem Verkauf konnten wir der Hospiz-Initiative nun zukommen lassen", so Polewka.