Baddeckenstedt. Am späten Freitagabend wurden die Feuerwehren des Löschverbundes Nord sowie weitere Einsatzkräfte um 23:26 Uhr mit dem Einsatzstichwort „B2-Y – Feuer mit Menschenleben in Gefahr“ nach Burgdorf alarmiert.
Bereits bei der Anfahrt deutete die erste Meldung auf eine kritische Lage hin, da zunächst nicht ausgeschlossen werden konnte, dass sich noch eine Person in der betroffenen Wohnung befand. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte schlugen bereits Flammen aus dem Fenster einer Erdgeschosswohnung eines Wohnkomplexes, berichtet die Feuerwehr der Samtgemeinde Baddeckenstedt.
Bewohner retten sich ins Freie

Die Feuerwehr warn mit zahlreichen Einsatzkräften vor Ort. Foto: Feuerwehren der Samtgemeinde Baddeckenstedt.
Glücklicherweise hatten sich alle Bewohner bereits selbstständig ins Freie retten können. Ein Bewohner verletzte sich jedoch beim Versuch, ein Haustier aus der Wohnung zu retten. Er wurde vom Rettungsdienst versorgt und zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus gebracht.
Schnelles Eingreifen verhindert Brandausbreitung
Die Feuerwehr leitete umgehend die Brandbekämpfung ein. Das Feuer, das sich auf das Badezimmer der Wohnung konzentrierte, konnte von außen über ein Fenster sowie durch mehrere Atemschutztrupps im Innenangriff schnell unter Kontrolle gebracht werden. Eine Ausbreitung auf weitere Teile der Wohnung wurde verhindert, obwohl die Tür zum Brandraum bereits durch das Feuer zerstört worden war.
Durch die starke Rauchentwicklung wurde der offene Wohnbereich der Wohnung erheblich beschädigt. Bereits rund 20 Minuten nach dem Eintreffen der ersten Kräfte konnte „Feuer unter Kontrolle“ gemeldet werden.
Nachlöscharbeiten und Kontrolle der Wohnungen
Im weiteren Verlauf wurde die Wohnung mit Hochleistungslüftern entraucht und spannungsfrei geschaltet. Mithilfe von Wärmebildkameras kontrollierten die Einsatzkräfte den Brandbereich sowie angrenzende Wohnungen auf mögliche Glutnester. Anschließend waren nur noch kleinere Nachlöscharbeiten erforderlich.
Nach etwa einer Stunde konnte schließlich „Feuer aus“ gemeldet werden. Es folgten der Rückbau der Einsatzstelle, die Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft sowie die Reinigung der Ausrüstung und der persönlichen Schutzausrüstung. Gegen 2:30 Uhr waren die letzten Einsatzkräfte wieder an ihren Standorten eingerückt.
Zahlreiche Einsatzkräfte vor Ort
Im Einsatz waren die Feuerwehren des Löschverbundes Nord mit den Ortsfeuerwehren Berel, Burgdorf, Hohenassel, Nordassel und Westerlinde, die Ortsfeuerwehr Baddeckenstedt, die Örtliche Einsatzleitung Baddeckenstedt, die Drohneneinheit der Samtgemeinde Baddeckenstedt, der Rettungsdienst sowie die Polizei.
Wie die Polizei ergänzend berichtet, war das Feuer vermutlich aufgrund eines technischen Defekts an einem Wäschetrockner ausgebrochen. Der Brandort wurde durch die Polizei beschlagnahmt. Die Ermittlungen zur Brandursache dauern an.

