Sicherer Schulweg!? Autofahrer, Eltern und Kinder sind gefordert


Von links: Markus Müller bespricht das Fazit der Kontrollwoche mit den Müttern Irene Radke,
Nadine Seiboth, Nicole Hagemann und Tamara Paluch. Mit dabei und gut sichtbar durch Signalfarben Henning Stremmel und Schülerpraktikant Tom Kinscher. Fotos: Polizei
Von links: Markus Müller bespricht das Fazit der Kontrollwoche mit den Müttern Irene Radke, Nadine Seiboth, Nicole Hagemann und Tamara Paluch. Mit dabei und gut sichtbar durch Signalfarben Henning Stremmel und Schülerpraktikant Tom Kinscher. Fotos: Polizei Foto: Polizei Salzgitter

Gebhardshagen. Die Polizei fordert Autofahrer, Eltern und Kinder in einer Pressemitteilung auf, für einen sicheren Schulweg zu sorgen.


"Leider haben Autofahrer mehrfach nicht angehalten, wenn ich mit meinem Kind am Zebrastreifen stand", so die besorgte Mutter Tamara Paluch gegenüber Markus Müller, Leiter der Polizeistation SZ-Gebhardshagen. "Manche schauen einen sogar an und fahren lächelnd durch", ergänzt Irene Radke. Weiter führten sie Beschwerde darüber, dass auf dem Weddemweg am Fußgängerüberweg in Höhe der Rumburger Straße zu schnell gefahren werde. Müller sagte zu, die Schulwegüberwachung an diesem Überweg zu intensivieren. Weiterhin veranlasste er, dass dort die Geschwindigkeit eine Woche permanent gemessen wurde. Fakten liegen nun vor: Es wurden 20.521 Fahrzeuge angemessen, von denen 87 zu schnell fuhren und mit einem Verwarnungsgeld rechnen müssen. Sechs davon fuhren sogar zwischen 71 und 81 Kilometern pro Stunde brutto und es folgt ein Bußgeld. Zu Fahrverboten führte das nicht. Das Ergebnis sei abgesehen von den Überschreitungs-Spitzen von der Prozentzahl der Verstöße eher ein vergleichsweise geringes, so Müller in der Bewertung.

Zu Schulbeginn fuhr niemand zu schnell


Zumindest zu Schulbeginn konnten seine Kollegen keine erkennbar überhöhten Geschwindigkeiten beobachten. Das bestätigte auch die Messung. Von den sechs Bußgeldverstößen ereigneten sich zwei zwischen 7 und 14 Uhr. Die restlichen abends und nachts. Allerdings kostet es bereits auch dann schon 80 Euro (1 Punkt), wenn man nicht mit mäßiger Geschwindigkeit an den Fußgängerüberweg heranfährt, obwohl ein Bevorrechtigter diesen erkennbar benutzen wollte. Also bereits dann, wenn sich jemand diesem erkennbar nähert! Sollte jemand auf dem "Zebrastreifen" gefährdet werden, erhöht sich das Bußgeld auf 100 Euro und bei einem Unfall auf 120 Euro. Ebenso unzulässig ist das Überholen am Fußgängerüberweg.

Viele Kinder zu dunkel gekleidet


Was aber neben dem oftmals eher zögerlichen Bremsverhalten der Autofahrer festzustellen war, sind leider aber auch die Tatsachen, dass viele Kinder trotz Dämmerung sehr dunkel gekleidet waren und sich dem Überweg arglos näherten. Nur wenige streckten einen Arm am Fahrbahnrand wartend nach vorne und nahmen mit den sich nähernden Fahrzeugführern Blickkontakt bis zum vollständigen Stillstand der Autos auf. Dazu der Stationsleiter: "Es war für mich erschreckend, festzustellen, dass Kinder kaum noch helle Kleidung oder gar Signalfarben und Reflektoren tragen. Auch die Schulranzen scheinen mehr nach der Mode als für die Sicherheit gekauft worden zu sein. Hier sind die Eltern dringend gefordert! Schule und Polizei können ihnen diese Verantwortung nicht abnehmen". Nicole Hagemann stimmt Müller zu: "Alle Schülerinnen und Schüler bekamen bei der Einschulung eine Warnweste überreicht". Die sollten sie nun auch tragen.

 Der Geschwindigkeitsmess-Anhänger der Stadt Salzgitter stand eine Woche auf dem Weddemweg. In der Nähe befinden sich die Fußgängerüberwege in Höhe Hardeweg und Rumburger Straße.
Der Geschwindigkeitsmess-Anhänger der Stadt Salzgitter stand eine Woche auf dem Weddemweg. In der Nähe befinden sich die Fußgängerüberwege in Höhe Hardeweg und Rumburger Straße. Foto: Polizei


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