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Was wird aus Burg Lichtenberg nach dem Brand?

von Alexander Panknin


Burg Lichtenberg nach Abriss des verbrannten Aufbaus. Foto: Alexander Panknin
Burg Lichtenberg nach Abriss des verbrannten Aufbaus. Foto: Alexander Panknin Foto: Alexander Panknin

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20.12.2016

Salzgitter. Am 2. September brennen aus ungeklärten Gründen Teile der Burgruine Lichtenberg. Was in der Zwischenzeit passiert ist und wie es mit dem Betrieb der Burg weitergeht erklärt der Förderverein Burg Lichtenberg.


Ein Brand in der Burgruine Lichtenberg erforderte Anfang September den Einsatz der Rettungskräfte. Aus noch ungeklärten Gründen hatte der 10 Meter hohe hölzerne Aufbau auf dem Gebäude Feuer gefangen. Das Feuer konnte gelöscht werden, bis heute ist das Gebäude und das Gelände um die Burg allerdings für niemanden mehr betretbar.Aus Sicherheitsgründen wurde die Ruine großflächig umzäunt.


Zutritt zur Burg Lichtenberg ist verboten Foto: Alexander Panknin



Der Abriss des abgebrannten oberen Teils der Burg ist bereits abgeschlossen. Zurzeit steht nur der Grundbau aus Stein. Da die Sicherheit noch nicht garantiert werden kann, bleibt der Betrieb aber bis auf weiteres stehen.

Wie der erste Vorsitzende des Fördervereins Burg Lichtenberg Karl-Hans Kummermitteilte, konnte das eigentliche Gebäude inklusive Einrichtungsgegenständengerettet werden, darunter auchsämtliche Fundstücke und Informationsmaterialien, die zur Ausstellung gehörten. Glücklicherweise befand sich ein Großteil der Exponate zum Unfallzeitpunkt bereits zur Restaurierung in privater Obhut - die Konrad Stiftungsgesellschaft hatte den Verein hierfür zuvor finanziell unterstützt.

Ein Fremdverschulden sei nicht auszuschließen, die Elektroinstallation des Aufbaus sei neu gewesen und könnte unmöglich für den Brand verantwortlich gewesen sein, so stellten unabhängige Gutachter fest.
Da sich die Burg nicht mehr im Besitz des Fördervereins, sondern in den Händen der Stadt befindet, übernimmt deren Versicherung (Öffentliche) auch die Regulierung des Schadens, der sich auf circa 60.000 Euro beläuft.


Burg Lichtenberg nach dem Brand Foto: Alexander Panknin


Die Renovierungspläne


Geplant ist der Wiederaufbau des Gerüsts auf dem eigentlichen Burggebäude. Die Wünsche des Fördervereins würden, so Kummer, mit in die Diskussion genommen, verantwortlich sei hier allerdings die Stadt. Noch steht nicht fest welcher Art der neue Aufbau sein soll, man überlege noch zwischen der ursprünglichen Holz- und einer modernen Stahlvariante. Eine Ausschreibung für verschiedene Gewerke sei bereits anberaumt, weiterhin versicherte man dem Förderverein, das der Betrieb bis spätestens Mai 2017 wieder aufgenommen werden könne.


Burg Lichtenberg stillgelegt Foto: Alexander Panknin



Dies hieße aber auch, dass die ursprüngliche Pläne zum Frühjahr scheinbar nicht eingehalten werden würden. Besonders schmerzlich sei dies, da unlängst vor dem Feuer ein neues Angebot in Form eines Standesamtzimmers eingerichtet worden sei.
Wenigstens, so Kummer, seien die neuen Möbel vom Feuer verschont geblieben.








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