Satire: Kluschkes Woche - Die anonyme KW 38

von Karl-Heinz Kluschke


Alle anonym. Alle Iraner? Foto: Karl-Heinz-Kluschke
Alle anonym. Alle Iraner? Foto: Karl-Heinz-Kluschke | Foto: Marc Angerstein

Den heutigen Beitrag wollte unser Kollege Karl-Heinz-Kluschke eigentlich anonym veröffentlichen. Hat er dann doch nicht gemacht, damit die regional-Heute.de-Leser nicht wissen, dass er Iraner ist.


Mit der Bimmelbahn wird in Wolfenbüttel auch künftig nicht gefahren, obwohl dies ein sehr vernünftiger Ansatz zur CO-2-Reduktion in unserer Region gewesen wäre. Wernigerode macht es vor. Deshalb haben anonyme Huthi-Rebellen im Jemen einen Anschlag auf eine Ölraffinerie in Saudi-Arabien verübt, damit das Tanken in Salzgitter-Lebenstedt, Gifhorn und Braunschweig-Watenbüttel unattraktiv teuer wird. Alles für das Klima! Wir müssten denen dankbar sein. Aber wem sollen wir danken? Die Huthi-Rebellen sind ja anonym. Nur Donald Trump weiß, dass es die Iraner sind. Es sind immer die Iraner. Deshalb steigt in unserer Region seit letztem Jahr auch die Zahl der bestatteten Iraner, die allerdings offiziell weiterhin bestattete Anonyme sind.

Anonym sein ist gerade sehr angesagt, so bleiben in Wolfsburg, Helmstedt, Goslar und auch in Peine die meisten Fahrerflüchtigen anonym. Wenn die Polizei sich mal die Mühe machen würde, zu ermitteln, wer denn eigentlich diese Unfälle verursacht hat, käme sie sehr schnell auf Iraner. Vorausgesetzt, sie würde Donald Trump als Zeuge vernehmen. Manchmal, wie gerade in Wolfenbüttel, bleiben aber auch die Autos anonym. Wahrscheinlich iranische Autos.

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Die Sprayer, die unsere Region, im Schwerpunkt Braunschweig, Peine und Salzgitter regelmäßig heimsuchen, sind auch alle anonym. Aber die Iraner tun auch viel Gutes: Sie spendeten anonym kleine und große Geldbeträge für wohltätige Zwecke. Plötzlich tauchten Briefumschläge mit hohen Geldbeträgen auf, wahrscheinlich iranischer Rial.

Anonym sein ist modern. Viele Nutzer dieses neumodischen Internets sind es auch und verstecken ihre iranische Identität häufig hinter Nicknames. Sogar Politiker wollen neuerdings anonym bleiben. So wurde gerade in Wolfenbüttel bekannt, dass es eine Gruppe anonymer Politiker gibt, die ab 2021 Politik machen will. Wohl nach Vorbild der Mullahs. Liegt ja nahe: Es sind ja alles Iraner. Offiziell bestätigt wird das allerdings erst nach einer öffentlichen Vorstellung und Präsentation des Teams am 25. Oktober in Teheran.


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