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Schließung der Bank-Filialen stößt bei CDU auf Kritik



Braunschweig

Schließung der Bank-Filialen stößt bei CDU auf Kritik

von Anke Donner


Die CDU im Stadtbezirk  Südstadt-Rautheim-Mascherode fürchtet, dass durch die Schließung von Bank-Zweigstellen die Senioren abgehängt werden. Foto: Anke Donner
Die CDU im Stadtbezirk Südstadt-Rautheim-Mascherode fürchtet, dass durch die Schließung von Bank-Zweigstellen die Senioren abgehängt werden. Foto: Anke Donner Foto: Anke Donner

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Braunschweig. Die Volksbank Wolfenbüttel plant, in einigen Ortschaften der Region Filialen zu schließen. Die CDU-Fraktion im Stadtbezirk Südstadt-Rautheim-Mascherode kritisiert dieses Vorhaben und will nun eigenen Angaben nach einen Antrag in die nächste Sitzung des Stadtbezirksrates einbringen. Darin wird die Stadtverwaltung gebeten, zu prüfen, welche Möglichkeiten es gibt, eine Versorgung mit bestehenden Bankdienstleistungen im Stadtbezirk zu erhalten.



Ratsherr Frank Täubert erklärt den Antrag so: "Die Schließung von Bank-Zweigstellen in unserem Stadtbezirk geht weiter. Die Volksbank Wolfenbüttel wird zukünftig in Rautheim keine Beratung mehr vor Ort anbieten. Die Automaten sollen bleiben. Die BLSK in Rautheim will angeblich die Räumlichkeiten ebenfalls aufgeben und nur noch mit Automaten im Außenbereich arbeiten.

Für ältere und körperlich eingeschränkte Menschen ist dies keine gute Entwicklung. Ein ganzer Stadtbezirk ohne Anlaufstelle für eine persönliche Bankberatung ist nicht akzeptabel. Eine Servicestelle ist kein gleichwertiger Ersatz. Volksbank-Kunden werden auf eine Zweigstelle in Gliesmarode verwiesen. Mit dem ÖPNV benötigt man für eine Strecke etwa eine Stunde, mit Beratung und Rückfahrt ist man 2 1/2 bis 3 Stunden unterwegs.


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Frank Täubert Foto: CDU



Bürgerinnen und Bürger kritisieren die milliardenschwere Bankenrettung aus Steuergeldern auf der einen Seite und andererseits den Abbau von Serviceleistungen. Warum soll ich eigentlich noch Kunde von Volksbank oder BLSK sein? Diese Frage müssen die Vertreter aus Verwaltung und Politik im Verwaltungsrat der BLSK irgendwann stellen, dennbei der aktuellen Entwicklung kann der Kunde schon genauso gut auf eine reine Internetbank ausweichen.



"Volksbank mit Herz" oder die BLSK-Aussage „Wir arbeiten täglich daran, das Banking für unsere Kunden einfacher und komfortabler zu machen. Egal ob in der Filiale oder im Netz.“ gelten in diesem Fall nicht für Menschen mit eingeschränkter Beweglichkeit oder ohne Internetzugang.

Nach einer repräsentativen Umfrage des Bankenverbandes nutzen lediglich 23 Prozent der Menschen ab 60 Jahre das Online-Banking. Der Anteil der Senioren verharrt auf diesem Niveau", so Täubert.

Stadt soll Alternativen prüfen


Die Stadt Braunschweig soll nun prüfen, welche Möglichkeiten es gibt, eine Versorgung mit bestehenden Bankdienstleistungen im Stadtbezirk zu erhalten und nicht weiter zu verschlechtern. Hierzu sei auch eine Kontaktaufnahme mit BLSK und Volksbank Wolfenbüttel sinnvoll.

VR SiSy beispielsweise sei ein interaktives System, bei dem der Kunde vor Ort in einer zu installierenden Kabine direkt mit seinem Berater/seiner Beraterin per Video in Verbindung treten kann. Eine solche Kabine müsse nicht zwangsläufig in Räumen der Bank aufgestellt sein. Eine solche Alternative wird gerade von älteren Bankkunden positiv bewertet, erklärt die CDU.

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