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Schneechaos auf der A2: LKW-Fahrer müssen auf Standstreifen schlafen



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Schneechaos auf der A2: LKW-Fahrer müssen auf Standstreifen schlafen

Für viele LKW ging die Fahrt auf der glatten Straße nicht weiter. Zudem sind viele Parkplätze überfüllt.

von Julia Fricke


(Archivbild)
(Archivbild) Foto: aktuell24

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Braunschweig/Peine. Rund 1.000 LKW-Fahrer mussten am gestrigen Mittwoch den Standstreifen auf der A2 zwischen Braunschweig und Peine dazu nutzen, um ihre vorgeschriebenen Ruhezeiten einzuhalten. Der Wintereinbruch am Wochenende sorgte dafür, dass viele LKW nicht sicher weiterfahren konnten. Zudem sind die LKW Parkplätze zum Teil überfüllt, sodass der Polizei momentan nichts anderes übrig bleibe, als das Parken auf dem Standstreifen zu dulden, wie Polizeisprecherin Carolin Scherf gegenüber regionalHeute.de berichtet. Besonders betroffen ist dabei der Streckenabschnitt zwischen Braunschweig und Peine in Fahrtrichtung Hannover, aber auch in Helmstedt war es in den letzten Tagen immer wieder der Fall, dass nichts mehr weiter ging.



Mitunter seien die Auf- und Abfahrten so glatt gewesen, dass viele LKW quer gestanden haben und nur durch Abschlepper oder Privatpersonen mit ihren Traktoren wieder auf die Spur gezogen werden konnten. Hinzu komme ein LKW-Fahrverbot in Nordrhein-Westfalen, sodass die LKW dort nicht weiter fahren können. Auch die Räumdienste würden momentan immer noch nicht hinterherkommen, erklärt Scherf weiter. "Mitunter versuchen einige LKW-Fahrer dann immer nochmal weiterzufahren oder unsere Kollegen erklären den Fahrern, dass sie weiterfahren können, weil eine Bahn freigemacht wurde. Aber kaum ist der Seitenstreifen wieder frei, nutzen viele Fahrer die Gelegenheit und halten dort wieder."

Dies sei zwar nicht ganz ungefährlich, eine Alternative gebe es jedoch auch nicht. Denn selbst, wenn sie von den Autobahnen runterkämen, gebe es außerhalb der Autobahnen gar nicht genug Plätze, auf denen eine so große Anzahl von LKW für einen längeren Zeitraum halten könnten.


Absicherung nicht möglich


Eine Kennzeichnung oder Absicherung dieser Bereiche sei nicht so einfach möglich. Denn der Gefahrenschwerpunkt liege immer auf dem letzten Fahrzeug in der Reihe. Somit verschiebe sich das "Stauende" immer wieder, sobald sich ein weiterer LKW in die Schlange einreiht.

Dabei biete sich die Strecke zwischen Braunschweig und Peine an, um relativ gefahrenarm auf dem Seitenstreifen zu halten, denn die Autobahn ist in diesem Bereich dreispurig und es gebe kein starkes Gefälle. Um die Gefahr auf der A2 weiter zu reduzieren sei der gesamte Streckenabschnitt auf der A2 derzeit auf 60 km/h begrenzt, sodass alle Fahrzeuge, die die Autobahn immer noch befahren, nur langsam unterwegs sein können. "Die Autofahrer verhalten sich aber insgesamt recht umsichtig, sodass es bislang noch nicht zu schweren Verkehrsunfällen gekommen ist", so Scherf abschließend.


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