Schoduvel und Ukraine-Krieg: Passt das zusammen?

Hätte Corona den Schoduvel 2022 nicht platzen lassen, so hätte dies der Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine getan, teilte uns im März letzten Jahres der scheidende Zugmarschall Gerhard Baller mit. Doch wie sieht die Lage jetzt aus?

von Alexander Dontscheff


Archivbild vom letzten Schoduvel 2020.
Archivbild vom letzten Schoduvel 2020. Foto: Alexander Dontscheff

Braunschweig. Im vergangenen Jahr erklärte der damalige Zugmarschall Gerhard Baller in einem Interview mit regionalHeute.de, dass der Schoduvel, wenn er nicht wegen Corona hätte abgesagt werden müssen, aufgrund des Ukraine-Krieges nicht hätte stattfinden können. Da der Ukraine-Krieg vermutlich bis Mitte Februar dieses Jahres nicht beendet sein wird, stellt sich die Frage, wie es in diesem Jahr mit Norddeutschlands größtem Karnevalszug aussieht. Der neue Zugmarschall Karsten Heidrich hat hierzu eine klare Meinung.



"Der Schoduvel 2023 wird laufen! Mit vielen bunten Wagen, auch mit Wagen und Fußgruppen aus der Ukraine", betont Karsten Heidrich. Leider sei der Schoduvel durch Corona-Beschränkungen zwei Jahre ausgefallen. Das habe das Komitee Braunschweiger Karneval mit seinen angeschlossenen Vereinen, aber auch viele andere in ihrer Vereinsarbeit vor große Herausforderungen gestellt.

"Wir haben dazugelernt"


"Da auch leider im Februar der Angriffskrieg in der Ukraine begonnen hat, war für uns klar, dass wir in dieser Situation nicht ausgelassen Karneval feiern können und möchten", so der Zugmarschall. Ein Jahr später, und nach mehreren organisierten Hilfstransporten, privater Unterbringung von ukrainischen Flüchtlingen bei Mitgliedern, und dadurch vielen tollen persönlichen Kontakten in der Ukraine habe man aber dazugelernt.

"Fröhlichkeit kann keine Konflikte lösen"


"Fröhlichkeit ist nicht mit einem Krieg in Einklang zu bringen. Unsere ukrainischen Freunde möchten und wollen sich nicht verstecken. Fröhlichkeit kann keine Konflikte lösen, aber den Menschen etwas Abwechslung und Freude geben", so Heidrich zu den Beweggründen, den Schoduvel am 19. Februar auf jeden Fall stattfinden zu lassen.


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