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Schüler fordern Recyclingpapier an städtischen Schulen

Das Jugendparlament (JuPa) Wolfenbüttel konnte in der Sitzung des städtischen Schulausschusses das Gremium davon überzeugen, in den städtischen Schulen Recyclingpapier einzuführen. Bereits im Vorfeld hatte sich die Arbeitsgemeinschaft „Nachhaltigkeit" des JuPas intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt.

Das Jugendparlament schlägt die Einführung von Recyclingpapier an städtischen Schulen vor.
Das Jugendparlament schlägt die Einführung von Recyclingpapier an städtischen Schulen vor. Foto: Anke Donner

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02.09.2020

Wolfenbüttel. Auf der Tagesordnung des städtischen Schulausschusses stand unter anderem der Antrag des Jugendparlements, das die Idee einbrachte, an den Schulen verpflichtend recyceltes Papier einzuführen. Anna Hochhäusler, zweite Vorsitzende des Jugendparlaments, erörterte dem Gremium die Idee und den Wunsch, Unterstützung von der Stadt zu bekommen.


Der Gedanke, an den städtischen Schulen Recyclingpapier einzusetzen, sei den jungen Politikern bereits im vergangenen Jahr gekommen. Intensiv habe man sich dem Thema Nachhaltigkeit gewidmet und sei aufgrund des hohen Papierbedarfs auf die Idee gekommen, dieses durch Recyclingpapier zu ersetzen. Neben dem ökologischen Vorteil könnte man so auch das Bewusstsein der Schüler für das Thema Nachhaltigkeit stärken. Mit der Einführung von Recyclingpapier könnte außerdem ein weiterer Schritt bezüglich nachhaltige Stadtentwicklung gemacht und ein Zeichen für andere Institutionen und Einrichtungen gesetzt werden. Im Rahmen des Projekts habe man in der Vergangenheit bereits Kontakt mit den Schulen aufgenommen und intensive Gespräche über den hohen Papierbedarf und die Möglichkeit, recyceltes Papier zu verwenden, geführt. Grundsätzlich sei die Resonanz anfangs an den Schulen durchaus positiv gewesen, berichtet das Jugendparlament in ihrem Antrag. Aber auch Bedenken - wie etwa höhere Kosten und schlechtere Nutzung - habe man angenommen und mitunter ausräumen können, betonte die JuPa-Vertreterin.

Stadt soll Recyclingpapier verpflichtend einführen


Nach den ersten Kontakten und den zunächst positiven Rückmeldungen sei der Austausch mit den Schulen allerdings zunehmend schwieriger geworden und auch die geplante Einführung von Recyclingpapier schien, abgesehen von einer Probebestellung am Gymnasium im Schloss, nicht voranzugehen. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, hoffte das Jugendparlament durch die Unterstützung der Stadt den Einsatz von Recyclingpapier verpflichtend einzuführen.

Der Schulausschuss hat sich in seiner Sitzung am gestrigen Dienstag für den Vorschlag des Jugendparlaments ausgesprochen. Jedoch nicht ohne die Diskussion, ob es wirklich eine verpflichtende Einführung geben soll. So merkte Rudolf Ordon (FDP), dass bestimmte Dokumente wie Zeugnisse oder Urkunden nicht gut auf umweltfreundlichen Papier gedruckt werden könnten. Zudem habe er ein Problem damit, dass die Einführung verpflichtend sein soll. Eine gewisse Freiheit solle den Schulen schon bleiben. Außerdem erinnerte er das Gremium daran, dass sich die Schulen ohnehin schon sehr im Klimaschutz engagieren. Das Bewusstsein müsse dort nicht mehr geschärft werden - es bestehe bereits.

Grundsätzlich stand das Gremium dem Vorschlag der Verwaltung, die Sache zu prüfen um weiterführende Erkenntnisse zu erlangen und diese den Ausschüssen dann wieder vorzulegen, aber positiv entgegen. "Eine Verpflichtende Einführung muss nicht sein. Aber man kann den Antrag als Denkanstoß sehen", so Elternvertreterin Silke Brüggemann. Auch Elke Schmidt (Grüne) und Schulleitervertreterin Elke Neumann begrüßte den Antrag, sie machte aber drauf aufmerksam, dass eventuell höhere Kosten für das Papier entstehen könnten.


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