Schulwegesicherheit: Es soll endlich ein Konzept her

14. Februar 2018 von
Werden die Schulwege nun bald sicherer? Symbolfoto: pixabay
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Salzgitter. Der Ortsrat Nord regt den Rat der Stadt an, zukünftig den Bring- und Holverkehr im direkten Umfeld von Schulen und Kindergärten zu regulieren. Mit einer entsprechenden Konzeption sollen den sogenannten Eltern-Taxis ein Riegel vorgeschoben werden. Auch soll so, hinsichtlich des tragischen Unfalltodes einer Schülerin im vergangenen Jahr, die Schulwegesicherheit verbessert werden.

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Laut Vorschlag sollen verschiedene Maßnahmen am Beispiel der Kranichdammschule in der Ortschaft Nord geprüft werden. Bauliche Maßnahmen (zum Beispiel Haltebucht entlang des Kranichdamms) wie auch verkehrsordnende Maßnahmen könnten hierfür miteinbezogen werden. Soweit möglich, soll auch auf Erfahrungswerte anderer Kommunen zurückgegriffen werden. In der Region würde es bereits vorzeigbare Pilotprojekte geben, die auch für Salzgitter einen Lösungsansatz darstellen könnten.

Über die Anregung des Ortsrates der Ortschaft Nord hat der Rat der Stadt Salzgitter im Rahmen des Anregungsrechts gemäß des Niedersächsisches Kommunalverfassungsgesetz (NKomVG) innerhalb von vier Monaten zu entscheiden.

Der Ortsrat Nord hat seine Anregung wie folgt begründet:
Durch Bring- und Holverkehr im Umfeld von Schulen und Kindergärten werden regelmäßig Kinder und Jugendliche gefährdet, Lärm und Abgasemission hervorgerufen und verkehrsgefährdende Situationen herbeigeführt. In Salzgitter seien zahlreiche Einrichtungen von dem Problem betroffen: Zwei davon seien die Kranichdammschule und der nahe gelegene Kindergarten Pusteblume. Aufgrund der seit langem bekannten Probleme vor Ort eigne sich dieser Bereich für eine beispielhafte Untersuchung durch die Verwaltung. Die hier gewonnenen Erkenntnisse könnten später für weitere Schulen und Betreuungseinrichtungen genutzt werden.

Hintergrund:
Ausgelöst durch den tragischen tödlichen Verkehrsunfall eines Schulkindes an der Kreuzung Kattowitzer Straße / Bruchmachtersenstraße (regionalHeute.de berichtete) hat in der Stadt eine breite öffentliche Diskussion über die Sicherheit von Schulwegen stattgefunden. Aus der Bevölkerung und aus einzelnen Ortsräten wurden spezielle Schulstandorte genannt, die in besonderer Weise zu überprüfen seien.

Die Grundschule Kranichdamm steht dabei schon seit Jahren im besonderen Fokus, und gemeinsam mit Elternschaft, Verkehrswacht, Polizei und Verwaltung seien immer wieder punktuelle Maßnahmen umgesetzt worden, die vorübergehend zu einer Entspannung der Situation geführt haben.

In seiner Sitzung am 29. November 2017 hat der Rat der Stadt Salzgitter die Verwaltung beauftragt, ein Konzept für sichere Schulwege für alle Schulen in Salzgitter vorzulegen. Darin sollen bauliche (zum Beipsiel Bodenschwellen zur Geschwindigkeitsreduzierung, Kiss&Ride-Haltestellen), verkehrsrechtliche (wie Tempo 30, Halteverbote vor Schulen) und pädagogische (zum Beispiel Schülerlotsen) Maßnahmen einbezogen werden.

Die Verwaltung hat dazu eine Projektgruppe gebildet, die im Februar diesen Jahres ihre Arbeit aufgenommen hat. Im Rahmen dieser Projektgruppenarbeit soll auch der Schulstandort Kranichdamm untersucht werden, die Anregungen des Ortsrates der Ortschaft Nord sollen dann darin einfließen, und das Ergebnis soll in dem geforderten Konzept für sichere Schulwege einfließen.

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