Wolfenbüttel

Seniorenunion besuchen historische harzer Wasserwirtschaft


Die Seniorenunion erlebt „Oberharzer Wasserregal“ Wolfenbüttel. Im Bild Heiko Diestel (rote Jacke) informiert auf einem großen Damm wie über solche Verbindungen Teiche mit Wasser versorgt wurden. Foto: Lorenz
Die Seniorenunion erlebt „Oberharzer Wasserregal“ Wolfenbüttel. Im Bild Heiko Diestel (rote Jacke) informiert auf einem großen Damm wie über solche Verbindungen Teiche mit Wasser versorgt wurden. Foto: Lorenz Foto: Lorenz

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06.06.2017

Wolfenbüttel. Seit vielen Jahren bemüht sich die CDU Seniorenunion Besonderheiten der Region wieder ins Gedächtnis zu holen. Elke Großer, Gründungsmitglied der CDU Senioren und Mitglied der CDU Frauenunion schlug vor die „Historische Oberharzer Wasserwirtschaft“ zu besuchen.



Bald hatten sich zahlreiche Interessierte bei Monika Bötel, Sprecherin der CDU Senioren gemeldet. Leiter und Referent dieser Exkursion war Prof. Dr. Heiko Diestel, der die Teilnehmer über die historische Oberharzer Wasserwirtschaft informierte. Diese Wasserwirtschaft war eine geniale Kulturtechnik, die den Bergbau im Harz ermöglichte. Durch den Bau von Dämmen wurden zahlreiche Teiche angelegt, um das Regenwasser und die Fließgewässer im Harz zu speichern und nach Bedarf zu nutzen. Es ist ganz erstaunlich, was die damaligen Bergleute ohne die heutigen technischen Hilfsmittel leisteten. Es gab keinen elektrischen Strom, keine Bagger, keine Lastwagen, keine Bohrmaschinen oder ähnliches.

Mit Hammer und Meißel wurde der Granit in mühevoller Handarbeit unter Tage bearbeitet um an das wertvolle Erz zu gelangen, das in dem Gestein gebunden war. Nach und nach wurden technische Hilfsmittel entwickelt und gebaut, wie die gigantischen Wasserräder, die die Arbeit unter Tage unterstützten und erleichterten. Zum Betrieb dieser Wasserräder wurde aber immer das Wasser aus den angelegten Teichen genutzt. Dazu waren diese mit Möglichkeiten zur Regulierung des Wasserdurchflusses ausgestattet. Die Teiche wurden in verschiedenen Höhen angelegt, damit das Wasser von einem in den anderen Teich gelangen konnte. Zur Überbrückung von Höhenunterschieden wurden auch riesige Dämme gebaut auf denen das Wasser zugeführt werden konnte. Ein Beispiel ist der „Sperberhaier Damm“, der auch besichtigt wurde. Viele dieser Anlagen sind zum UNESCO-Welterbe erklärt worden, wie auch das „Polsterberger Hubhaus“.

Die erstaunliche Technik ist jeweils auf Schildern erklärt. Weitere Informationen erhielten die Teilnehmer durch Professor Diestel, der sich sehr genau in der Materie auskennt. Zum krönenden Abschluss des Tages wurde das Bergbaumuseum in St. Andreasberg und die Grube Samson besichtigt. In der Grube Samson kann man Original-Wasserräder in Betrieb bestaunen und in einen Bergwerksschacht die Enge und Dunkelheit erleben. Die Teilnehmer der Exkursion waren sichtlich beeindruckt. Beiendruckt war auch Landtagskandidatin Sarah Grabenhorst-Quidde. „Das hat mich fasziniert, da fahre ich mit meiner Familie nochmal her.“Die beiden Kreisvorsitzende Bötel und Otto dankten Heiko Diestel für die sehr fachkundige, interessante und humorvolle Führung. Monika Bötel informierte, dass bei der nächste Information am 19. Juni um 16 Uhr die Vorsorgevollmacht im Mittelpunkt steht..


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