So steht es um den neuen Feiertag für Niedersachsen

Das Thema liegt im Innenministerium auf dem Tisch. Allerdings ist die Politik für den nächsten Schritt am Zug.

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Wird der 8. März künftig ein Feiertag?
Wird der 8. März künftig ein Feiertag? | Foto: Werner Heise

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Region. Ein neuer Feiertag für Niedersachsen? Das dürfte vielen Arbeitnehmern doch gelegen kommen. Ein Vorstoß dazu, den 8. März als einen solchen Tag zu etablieren, hat inzwischen einige Hürden genommen. Bis es soweit ist und Niedersachsen tatsächlich seinen dann elften Feiertag dazu bekommt, dürfte es aber noch eine Weile dauern.



Wie regionalHeute.de berichtete, geht es um den 8. März – der Weltfrauentag. Die Initiative hatte ein Bündnis aus DGB und Verdi sowie dem Landesfrauenrat ergriffen. Sie hatten 2024 eine Petition gestartet. "Die hat viel Zustimmung erhalten", erklärt Friederike Wolf, Gewerkschaftssekretärin Bereich Frauen- und Gleichstellungspolitik bei Verdi Niedersachsen, im Gespräch mit unserer Redaktion. Nachdem die Petition die Hürde von 5.000 Unterstützern geknackt hatte, war klar: Der Petitionsausschuss des Landes Niedersachsen musste das Thema auf die Tagesordnung setzen.

Innenministerium prüft den neuen Feiertag

Dort folgte der Beschluss, dass das Thema auch im Plenum behandelt wird. Aus dem Landtag ging die Entscheidung hervor, das für das Feiertagsgesetz zuständige Innenministerium damit zu beauftragen, die Sache zu prüfen. Seitdem habe es Austausch mit den Initiatoren gegeben, berichtet Wolf. Unterschiedliche Verbände und Gewerkschaften seien an einen Tisch geholt worden.

Während nach der Petition der Weg in den Ausschuss vorgezeichnet war und auch nach dem dortigen Beschluss wiederum klar war, dass das Thema im Plenum landen wird, "ist der Weg danach nicht mehr so eindeutig vorgezeichnet", erklärt Wolf. Die Ergebnisse der Prüfung und die Stellungnahme des Ministeriums müssen nicht unbedingt weitere Schritte nach sich ziehen. Klar sei aber: Sollte der Feiertag zum Gesetz werden, müsste ein entsprechender Antrag von einer Landtagsfraktion eingereicht werden. Die Politik ist in dieser Sache also am Zug.

Gleichberechtigung, politische Teilhabe und Vereinbarkeit von Beruf und Familie – das alles sind Themen, die weiterhin von großer gesellschaftlicher Bedeutung sind. "Deswegen ist der 8. März als Feiertag gut geeignet", so Wolf. Dadurch kommen diese Themen eben regelmäßig wieder in die Diskussion – auch zum Beispiel bei Schülern, weil an den Tagen deswegen die Schule ausfällt.

Niedersachsen mit zehn Feiertagen im Ländervergleich ganz unten


Manche Vertreter der Wirtschaft warnen vor möglichen negativen Folgen, wenn jetzt ein neuer Feiertag eingeführt würde. Die Vertreterin von Verdi verweist derweil auf Studien, die keine solchen Auswirkungen feststellen konnten, nachdem zuvor neue Feiertage eingeführt worden waren. Klar ist auch: Niedersachsen ist im Bundesländervergleich in Sachen Feiertage mit seinen zehn Terminen ganz unten zu finden.

Die Initiatoren werden sich jedenfalls weiterhin dafür einsetzen, den 8. März zum Feiertag zu machen. Dafür suchen sie den Dialog mit Landtagsabgeordneten und der Öffentlichkeit. Unter anderem werde "eine kleine Delegation", so Wolf, beim nächsten Plenum – kommende Woche Mittwoch – vor dem Landtag in Hannover vertreten sein.