Braunschweig. Eine weithin sichtbare schwarze Rauchsäule über der Braunschweiger Innenstadt machte am gestrigen Samstagabend auf einen Brand in einem Restaurant in der Straße Kattreppeln aufmerksam. Um 21:08 Uhr wurde ein gemischter Löschzug, aus Einheiten der Hauptfeuerwache sowie der Feuerwache Süd, der Berufsfeuerwehr Braunschweig zu einem Brand am Gebäude mit starker Rauchentwicklung alarmiert, wie die Feuerwehr Braunschweig in einer Pressemitteilung berichtet.
Noch vor dem Eintreffen der Feuerwehr evakuierten die Besatzung eines zuerst eingetroffenen Rettungswagens gemeinsam mit der Polizei das betroffene Restaurant sowie die darüberliegenden Wohnungen und brachten die anwesenden Personen vorsorglich in Sicherheit. Die Erkundung ergab, dass es in einem mit Holzkohle befeuerten Ofen zu einem Flammenüberschlag in die Küchenentlüftungsanlage gekommen war. Hierdurch gerieten ein Ventilator der Küchenentlüftungsanlage auf dem Flachdach sowie Fettablagerungen innerhalb der Entlüftungsleitungen im hinteren Gebäudebereich in Brand. Der Dachbereich war über einen Treppenraum und ein Fenster erreichbar.
Rohrleitungen mussten gekühlt werden
Die Besatzung des zuerst eingetroffenen Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeuges der Hauptfeuerwache leitete umgehend die Erkundung ein. Zur Brandbekämpfung wurden mehrere Trupps unter Atemschutz eingesetzt. Ein Trupp erkundete den Innenbereich des Restaurants und legte Teile der Küchenentlüftungsanlage frei. Ein weiterer Trupp nahm auf dem Flachdach ein C-Rohr vor, löschte den brennenden Ventilator ab und kühlte den betroffenen Dachbereich. Aus dem Schornsteinkopf drang dichter schwarzer Rauch heraus. Die metallischen Entlüftungsrohre der Anlage hatten sich stark erhitzt und glühten teilweise rot. Um eine Brandausbreitung zu verhindern, wurden die Rohrleitungen intensiv gekühlt. Zur Absicherung des Dachbereiches wurde daher die Drehleiter in Stellung gebracht.
Brennende Fettablagerungen
Da sich brennende Fettablagerungen innerhalb der Küchenentlüftungsanlage befanden, wurden zusätzlich mehrere Pulverlöscher über die Revisions- und Abluftöffnungen in die Anlage eingebracht. Das Löschpulver wurde durch die Thermik innerhalb des Schornsteins bis zum Schornsteinkopf transportiert und konnte den Brand innerhalb der Küchenentlüftungsanlage wirksam bekämpfen. Bereits rund eine Stunde nach der Alarmierung konnte der Brand unter Kontrolle gemeldet werden.
Aufgrund der komplexen Führung der Küchenentlüftungsanlage sowie der Dachdurchführung waren jedoch umfangreiche Nachlösch-, Kontroll- und Sicherungsmaßnahmen erforderlich. Hierzu wurden unter anderem Teile der Anlage geöffnet und fortlaufend mit einer Wärmebildkamera kontrolliert.
Zahlreiche Schaulustige
Aufgrund des Samstagabends und der gut besuchten Innenstadt verfolgten zahlreiche Schaulustige den Einsatz. Positiv hervorzuheben ist laut Feuerwehr, dass die Einsatzkräfte bei ihrer Arbeit zu keinem Zeitpunkt durch die Zuschauer behindert wurden. An dem rund dreistündigen Einsatz waren 21 Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr Braunschweig sowie Kräfte der Polizei beteiligt.

