Berlin. Angesichts jüngster Zahlen zu Einnahmen aus der Erbschaftsteuer fordert die SPD die Union zu einer raschen Reform der Regelungen auf. Die neuen Zahlen zeigten, wie dringend die Erbschaftsteuer gerechter gemacht werden müsse, sagte die stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Wiebke Esdar der "Rheinischen Post" (Donnerstagsausgabe).
Während immer größere Vermögen übertragen würden, seien allein im vergangenen Jahr bei Unternehmensvermögen 3,7 Milliarden Euro Steuern erlassen worden, kritisierte sie. Wer sehr große Vermögen erbe, müsse einen fairen Beitrag zum Gemeinwohl leisten, forderte Esdar und warb erneut für das SPD-Konzept "Fair.Erben".
Es schütze gleichzeitig die breite Mitte und den Mittelstand. Mit dem Freibetrag von fünf Millionen Euro blieben mehr als 85 Prozent der Unternehmen von der Erbschaftsteuer verschont. Stärker heranziehen wolle man die wirklich großen Vermögen, sagte die SPD-Fraktionsvizechefin. Mit diesem Ansatz fordere die SPD eine Reform der Erbschaftsteuer noch in dieser Legislaturperiode, hob die Vizevorsitzende der SPD-Fraktion hervor.
SPD will Erbschaftsteuerreform noch in dieser Wahlperiode
Angesichts jüngster Zahlen zu Einnahmen aus der Erbschaftsteuer fordert die SPD die Union zu einer raschen Reform der Regelungen auf.
Wiebke Esdar (Archiv) | Foto: via dts Nachrichtenagentur
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