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Stadt will Schulsozialarbeiter nicht alleine zahlen

von Jan Borner


Der Stadtrat sprach sich gegen eine alleinige Finanzierung der Schulsozialarbeiter aus. Symbolfoto: Anke Donner
Der Stadtrat sprach sich gegen eine alleinige Finanzierung der Schulsozialarbeiter aus. Symbolfoto: Anke Donner Foto: Anke Donner

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19.12.2015




Wolfenbüttel. Die dreijährige Projektphase mit Schulsozialpädagogen an den Wolfenbütteler Gymnasien läuft im Frühjahr 2016 aus. Da der Landkreis die Entscheidung über eine Weiterbeschäftigung der Schulsozialpädagogen verschoben hatte, hat die Gruppe FDP/Piraten im Rat der Stadt Wolfenbüttel beantragt, dass die Stadt die Finanzierung der Sozialpädagogen übernehmen solle (regionalWolfenbüttel.de). Der Stadtrat sprach sich nun allerdings gegen eine alleinige Finanzierung der Stellen aus.

Wie Ratsmitglied Rudolf Ordon (FDP) betonte, sei die Arbeit der Sozialpädagogen an den drei Gymnasien überaus erfolgreich verlaufen, da sie die erzieherische Arbeit der Lehrkräfte sinnvoll ergänzt hätten. Sie hätten in den letzten drei Jahren zur Lösung vieler Probleme beigetragen und vor allem, so der schulpolitische Sprecher, bei den Schülern eine Vertrauensbasis geschaffen, die verloren ginge, falls die Sozialpädagogen ihre Arbeit nun einstellen müssten. Um den Schulsozialpädagogen deutlich zu machen, brauche es eine schnelle Entscheidung über die Weiterführung ihrer Stellen, erklärte Rudolf Ordon. Andernfalls würden sie sich voraussichtlich schnell umorientieren und woanders eine Anstellung suchen. Wie Rudolf Ordon erklärte, habe der Landkreis seine Entscheidung über die Weiterbeschäftigung der Schulsozialpädagogen allerdings auf März nächsten Jahres verschoben, obwohl er sich eigentlich schon im November diesen Jahres entscheiden wollte.

Stadtrat entschied sich gegen Übernahme der Stellen


Deswegen hatte die Gruppe FDP/Piraten im Rat der Stadt Wolfenbüttel beantragt, dass die Stadt die Sozialpädagogen nach Ablauf ihrer Verträge übernehmen solle. Zwar gehöre dies nicht zu den ordinären Aufgabe der Stadt, so Rudolf Ordon, aber es gebe genügend andere Fälle, in denen die Stadt eine finanzielle Förderung übernimmt, obwohl sie nicht dafür verantwortlich sei. Als Beispiel nannte das FDP-Ratsmitglied auch das Berufsorientierungs-Projekt KoPra. Der Rat der Stadt Wolfenbüttel hat sich in seiner jüngsten Sitzung aber mehrheitlich gegen eine alleinige Finanzierung der Sozialpädagogen an den Gymnasien ausgesprochen. Die Verwaltung wurde stattdessen damit beauftragt, mit dem Landkreis Wolfenbüttel über eine Kostenteilung zu verhandeln. Damit folgte der Rat einem Vorschlag der SPD-Fraktion. Ratsmitglied Dörthe Weddige-Degenhard (SPD) betonte, dass wenn die Stadt dem Landkreis finanziell entgegen komme, die Chance auch höher sei, dass dieser die Schulsozialpädagogen weiter beschäftige. Eine vollständige Kostenübernahme seitens der Stadt sehe sie allerdings als bedenklich an.


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