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"Stars@ndr2": Wiederholung bitte!

von Anke Donner



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11.08.2014


Wolfenbüttel. Am vergangenen Samstag wurde der Exer in Wolfenbüttel zur Party-Zone. Durchweg gab es positive Resonanz auf das Festival, das der NDR2 in die Lessingstadt brachte. Wir haben, zwei Tage nach dem Festival, mal ein Resümee gezogen. 


35.000 Besucher feierten am Exer die Stars. Foto: Werner Heise



Es war DAS Ereignis des Jahres. Rund 35.000 Menschen pilgerten auf die Freifläche an der Hochschule und erlebten ein rundum gelungenes Festival. Auch der Bürgermeister ist heute noch ganz "geflasht" von der Riesen-Sause.

"Es war wirklich eine super Veranstaltung. Mir hat vor allem die positive, sommerliche und entspannte Atmosphäre gefallen. Und ich finde, der Ablauf hat gut geklappt. Sicher gab es hier und da einige Dinge, die nicht ganz so gut gelaufen sind. Aber alles in allem hat es gut funktioniert. Wir konnten uns eine Veranstaltung in solch einer Größenordnung ja bisher in Wolfenbüttel gar nicht vorstellen. Aber dieses Festival hat gezeigt, dass es klappen kann. Wir haben uns vorgenommen, mehr solcher Events zu machen. Vielleicht gemeinsam mit Kooperationspartnern. So könnten wir den jungen und jung gebliebenen Menschen etwas bieten. Ich würde mich sehr, sehr freuen, wenn der NDR2 auch im nächsten Jahr Wolfenbüttel als Ausrichter auswählt. Das wäre wirklich großartig für diese Stadt", so der Bürgermeister, der bis zum "bitteren Ende" beim Festival blieb.


Der Bürgermeister freut sich über die vielen Besucher. Foto: Anke Donner)



Und eine Fortsetzung scheint ja so ausgeschlossen gar nicht zu sein. Der NDR2 hat schon des öfteren zweimal hintereinander die gleiche Stadt für das Event ausgewählt. Warum also nicht auch Wolfenbüttel? Sabine Droste, Leiterin des NDR 2-Programm-Managements, sagte auf Nachfrage unserer Online-Tageszeitung: "Wir müssen erst einmal das restliche Programm für 2014 abwickeln. Wir haben noch so einige Veranstaltungen vor uns und wollen natürlich, dass die alle genauso schön werden, wie in Wolfenbüttel. Wenn wir das alles hinter uns haben, können wir uns mit der Planung für 2015 befassen. Die Entscheidungen werden wir dann wahrscheinlich erst im Herbst treffen können."

Hotels und Unterkünfte in Wolfenbüttel ausgebucht


Eine Abfrage bei den örtlichen Hotelbetreibern ergab, dass nahezu alle Unterkünfte in Wolfenbüttel ausgebucht waren. Sogar kurzfristig kamen noch Anfragen. Auch das Jugendgästehaus hatte keine Kapazitäten mehr frei und musste passen. Auch Donata Sengpiel-Schröder, Leiterin der Tourist-Info Wolfenbüttel, kann dies bestätigen. Ob einer der Stars in Wolfenbüttel genächtigt hat, konnten wir leider nicht rauskriegen.


Die Polizei hoch zu Ross. Foto: Wöstmann)


Polizei zufrieden


Aus polizeilicher Sicht ist das Festival ganz hervorragend gelaufen. "Wir hatten keine größeren Einsätze. Wir hatten fünf vermisste Kinder, die wir schnell wieder den Eltern übergeben konnten. Außerdem waren wir zur Verkehrsregelung eingeteilt. Auch das ist gut abgelaufen. Sicher gab es einige Bürger, die unzufrieden waren, weil einige Straßen gesperrt werden mussten. Leider war das nicht vermeidbar und wir hoffen auf das Verständnis der Bürger", so Frank Oppermann, Pressesprecher der Polizei.


Mit dem Quad schnell am Einsatzort. Foto: Wöstmann)


DRK, weniger Einsätze als erwartet


Von Samstag Nachmittag bis gegen Null Uhr waren 39 Hilfeleistungen erforderlich. "38 dieser Fälle konnten wir gleich vor Ort abschließend erledigen", berichtet Heiner Schumacher Bereitschaftsleiter des DRK-Kreisverbandes Wolfenbüttel. Seinen Angaben zufolge handelte es sich bei den Fällen um typische "Festival-Verletzungen": Insektenstiche, Kreislaufprobleme und umgeknickte Füße. Eine Person wurde dem Krankenhaus zugeführt.

"Viel schlimmer hatten wir die Fälle von Alkoholproblemen erwartet", schildert der Bereitschaftsleiter. In den vergangenen Jahren musste das DRK bei seinen Einsätzen zum Public Viewing sehr negative Statistiken anlegen. Tatsächlich hatte auch die Person, die am Samstag ins Krankenhaus gebracht wurde, zu tief ins Glas geschaut. "Hochgerechnet auf 35.000 Besucher, hatten wir darum jetzt mit gut 80 Hilfeleistungen gerechnet." Aber am Exer blieb es viel ruhiger. "Das Fest hatte eben doch Familiencharakter."

Stolz sind Bereitschaft und DRK-Kreisverband auf die hohe Quote der Hilfeleistungen, die direkt vor Ort behandelt werden konnten. "Das spricht für unsere Vorbereitungen, für das ausreichende Personal - und für dessen hohe Qualifikation", unterstreicht Schumacher. Insgesamt waren 67 Helfer im Einsatz, darunter zwei Notärzte.


Gut organisiert. Foto: Wöstmann)



Über das gesamte Festivalgelände patroullierten DRK-Streifen, außerdem gab es einen großen, hell erleuchteten Verbandsplatz. Selbst die teils weit entfernten Parkplätze konnten mit Quads der DRK-Kreisverbände Helmstedt und Peine regelmäßig kontrolliert werden. "Dort wurde es im Abreiseverkehr gegen Mitternacht doch ein bisschen hektisch", berichtet Schumacher. "Unsere Leute kamen zu zwei kleineren Unfällen, die sie gleich an die Polizei weitergemeldet haben", so Schumacher.

Überhaupt habe die Zusammenarbeit gut geklappt mit Polizei, Feuerwehr und dem Technischen Hilfswerk, das unter anderem zahlreiche Power Moons zur Beleuchtung des Geländes aufgestellt hatte.

Doch nicht nur das Material, sondern auch die DRK-Helfer nahmen das Wochenende als Belastungsprobe wahr. "Wir hatten die Bereitschaften in zwei Gruppen geteilt - für Auf- und Abbau sowie für den eigentlichen Einsatz", berichtet Schumacher, "das war eine gute Idee." Nach stundenlangem Aufbau gab es eine Pause für die erste Gruppe, denn von 14 Uhr bis Mitternacht arbeiteten die Hilfskräfte. Dann mussten nochmal kurz die Abbauer ran, bevor sie am Sonntag zwischen 15 und 18 Uhr den Rest erledigten.

"Generell sind wir ganz froh, dass es vorbei ist", resümiert Schumacher. Natürlich sei ein solches Wochenende auch für die Helfer ein absolutes Highlight. "Aber es ist für die ganzen Freiwilligen eben doch auch eine enorme Belastung.

Unsere Berichterstattung rund um das Festival


Vorbereitungen laufen auch Hochtouren

Marhold und Sieber senden aus der Fußgängerzone

Fans stürmen das Gelände 

Interview mit Rea Garvey

Interview mit Mark Forster

Unfuckingfassbar! Das war Stars@ndr2.




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