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Stelle frei: An diesen Schulen der Region fehlen Schulleiter



Stelle frei: An diesen Schulen der Region fehlen Schulleiter

Insgesamt sind 176 Schulleiterstellen in Niedersachsen vakant.

von Martin Laumeyer


Symbolbild.
Symbolbild. Foto: Über dts Nachrichtenagentur

Region. 176 Schulleitungsstellen sind in Niedersachsen vakant. Das geht aus einer Antwort der Landesregierung auf eine kleine Anfrage der Abgeordneten Björn Försterling, Susanne Victoria Schütz, Lars Alt, Hermann Grupe und Hillgriet Eilers (allesamt FDP) hervor. Auch in unserer Region ist an zahlreichen Schulen die Stelle des Schulleiters unbesetzt und das teilweise sogar seit mehr als einem halben Jahr.



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In ihrer Vorbemerkung zitieren die Abgeordneten den Schulleitungsverband Niedersachsen, der berichtet, dass bereits vor der Pandemie den Schulleitungen immer mehr Aufgaben aufgedrückt worden seien. "Aus eigenverantwortlicher Gestaltung wurde eine eigenverantwortliche Verwaltung. In der Pandemie hat sich dies noch potenziert. Sehr viele Kolleginnen und Kollegen sind am Limit, über dem Limit, sie können nicht mehr; besonders arg trifft es Schulleitungen kleiner Systeme", heißt es vonseiten des Verbands.



Das möchte die Landesregierung verbessern


Das Land möchte die Stelle des Schulleiters nun attraktiver gestalten. Zum 1. Februar ist etwa das "Berufsbild Schulleitung" in Kraft getreten. In diesem werde transparent festgehalten, welche Aufgaben ein Schulleiter übernimmt und welche Kompetenzen er dafür benötigt. Ausgehend davon sollen Maßnahmen entwickelt werden, um die Arbeitsbedingungen und Qualifizierungsmöglichkeiten zu verbessern. Ferner habe man die Besoldung der Grundschullehrer angehoben. Eine Anhebung für Grund-, Haupt- und Realschullehrer sei dabei ein Ziel der Landesregierung. Ferner sind zur Unterstützung 2.750 "Mini-Jobber" an die Schulen gekommen, von denen noch rund 1.800 beschäftigt sind. Weitere 1.300 befristete Stellen konnten über das Sonderbudget der Schulen realisiert werden, 130 Sozialarbeiterstellen durch das Programm "Startklar".


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Zu den vorgelegten Zahlen sagt die Landesregierung, dass die Besetzung von Funktionsstellen ein sehr dynamisches Verfahren sei. Daher gelte für die Zahlen des Kultusministeriums die Stichtage des 16. Septembers 2021 (für allgemeinbildende Schulen) und 15. Novembers 2021 (für Berufsschulen). Bei der Bewertung der Angaben sei zu berücksichtigen, dass bei vakanten Stellen zum Teil eine Besetzung zum 1. August 2022 oder noch im laufenden Schuljahr vorgesehen ist und dass Schulen nicht aufgenommen wurden, die demnächst aufgelöst werden.


So sieht es in unserer Region aus


Insgesamt sind an öffentlichen allgemeinbildenden Schulen 176 Schulleitungsstellen von insgesamt 2.540 Schulen unbesetzt, also 6,93 Prozent. Im Braunschweiger Land waren das die Grundschulen (GS) Hohegeiß, Broistedt, Gadenstedt (Ilsede), St. Josef (Braunschweig), Sülfeld (Wolfsburg), die Pestalozzi-Schulen Gifhorn, Peine sowie Salzgitter, die Förderschule (FöS) Sehusa in Seesen, die Hauptschule (HS) Fallersleben, die Realschule (RS) Vechelde, die IGS Schöppenstedt und Lengede sowie das Gymnasium (GY) Ricarda-Huch-Schule in Braunschweig.

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An Berufsschulen sind 10 von 127 Schulleitungsstellen (7,87 Prozent) unbesetzt. In unserem Berichterstattungsgebiet ist das bei der Helene-Engelbrecht-Schule Braunschweig, der BBS V in Braunschweig, BBS Helmstedt und BBS 2 Wolfsburg der Fall. Hier sind die Stellen zudem seit über einem halben Jahr vakant, wobei jeweils zwei Ausschreibungen stattgefunden haben. Die GS Hohegeiß, St. Josef, Sülfeld, die FöS in Gifhorn und Seesen, die HS Fallersleben, sowie die RS Vechelde haben ebenfalls seit mehr als einem halben Jahr keinen Schulleiter.

Hier hat sich niemand beworben


Das Besetzungsverfahren zwischen einer Ausschreibung und Besetzung einer Schulleiterstelle dauere je nach Fall unterschiedlich lange. Insgesamt hat es in 48 Fällen länger als sechs Monate gedauert und zu einer Vakanz der Stelle geführt. Davon wurden 28 mehrfach ausgeschrieben. In unserer Region trifft das nur auf die Grundschule Oberg in Ilsede zu. Insgesamt gab es 218 Ausschreibungen an 62 Schulen in Niedersachsen, auf die sich niemand beworben hat. Im Braunschweiger Land war das bei folgenden Schulen der Fall (Anzahl der Ausschreibungen): die GS Hohegeiß (1), Broistedt (2), Gadenstedt (1), St. Josef (2) und Lindenbergsiedlung (1) (Braunschweig), St. Michael (Salzgitter) (1), Sülfeld (1) und an der HS Fallersleben (1).

An den GS Mühlenbergschule (Osloß), Schwülper, Wittingen, Hohegeiß, Othfresen, Glückauf-Schule (St. Andreasberg), Lessingstraße (Helmstedt), Heeseberg, An der Schunter (Süpplingen), Gadenstedt, Broistedt, Rosenthal/Schwiechelt (Peine), Wallschule Sally Perel (Peine), St. Josef (Braunschweig), Altstadtschule und GS am Fredenberg (Salzgitter), Sülfeld und Wohltberg (Wolfsburg) sowie an den FöS Pestalozzischule Peine, Salzgitter, Gifhorn und der Sehusaschule (Seesen), an der HS Fallersleben, an der Haupt- und Realschule (HRS) Elm-Asse Schule (Remlingen), den RS Vechelde und Gebhardshagen, der Oberschule (OBS) Schule am Schloß (Liebenburg), den IGS Schöppensted und Lengede sowie am GY Ricarda-Huch-Schule Braunschweig wird die Stelle derzeit kommissarisch wahrgenommen. Gleiches gilt für die BBS V Braunschweig.

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An den GS St. Josef, Gadenstedt, Rosenthal/Schwiechelt (Peine), Altstadtschule und Wohltberg wird die Stelle kommissarisch von einem Leiter einer anderen Schule wahrgenommen.


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