Region. Wer kann, sollte in der Nacht auf den morgigen Donnerstag einen Blick in den Sternenhimmel werfen. Auch in diesem Frühling ist wieder ein ganz besonderes Spektakel zu sehen – die Lyriden. Dieser Sternschnuppenstrom erreicht nun seinen Höhepunkt.
Bei den Lyriden handelt es sich um einen Meteorstrom, der die Menschen schon seit einigen Jahrhunderten vor unserer Zeitrechnung alljährlich aufs Neue fasziniert. Bereits im Jahr 687 vor Christus berichteten Beobachter in China von Sternschnuppen, die "wie Regen" vom Himmel fielen. Die Lyriden sind von Mitte bis Ende April aktiv, ihr Name leitet sich aus dem lateinischen Wort „Lyra“ ab, dem auch das Sternbild Leier seinen Namen verdankt. Im südwestlichen Bereich dieses Sternbildes sind auch die Sternschnuppen zu bewundern. Fachleute rechnen in der kommenden Nacht mit 15 bis 20 Sternschnuppen pro Stunde – die Chancen, sich etwas wünschen zu können, stehen also gut.
Dann ist der beste Beobachtungszeitpunkt
Wer die Lyriden in der kommenden Nacht sehen möchte, sollte sich einen möglichst dunklen Ort fernab von künstlichen Lichtquellen suchen. Wie erwähnt liegen die Lyriden im Sternbild Leier, daher sollte man in die nordöstliche bis östliche Richtung blicken. Orientieren kann man sich dabei am hellen Stern Wega. Das Himmelsspektakel soll ab etwa Mitternacht beginnen – die besten Chancen auf Sternschnuppen bieten sich allerdings in den frühen Morgenstunden vor Beginn der Dämmerung.
Auch das Wetter dürfte mitspielen – in der Nacht sind keine Wolken zu erwarten, der Himmel zeigt sich also ungetrübt. Wer sich auf die Jagd nach Sternschnuppen begibt, sollte allerdings eine warme Jacke nicht vergessen, denn wie schon in den vergangenen Nächten kann es noch einmal empfindlich kalt werden.

