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Untreue und Betrug in Seesen - Die Vorwürfe werden immer schlimmer

Nach derzeitigem Ermittlungsstand wird der ehemaligen Kita-Leiterin und CDU-Vorsitzenden Untreue in über 500 Fällen, sowie Betrug in weiteren zehn Fällen vorgeworfen. Die Schadenssumme stieg ebenfalls.

von Marvin König


Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft haben weitere Fälle ans Licht gebracht.
Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft haben weitere Fälle ans Licht gebracht. Foto: regionalHeute.de

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27.05.2020

Goslar. Im November vergangenen Jahres sorgte ein spektakulärer Fall von Untreue in Seesen für Aufruhr. Sabine Wendt, die ehemalige Leiterin der DRK-Kita Münchehof und CDU-Vorsitzende, soll bis zu 300.000 Euro veruntreut haben. Wie die Staatsanwaltschaft auf Anfrage mitteilt, haben die bisherigen Ermittlungen sogar noch mehr zutage gefördert. Gegen die Beschuldigte besteht nach aktuellem Stand der Tatverdacht auf Untreue in über 500 Fällen und Betrug in weiteren zehn Fällen. Der Schaden beläuft sich auf 430.000 Euro.


Die Taten fanden demnach in einem Zeitraum vom Mai 2019 bis Ende September 2019 statt. Einzelne Taten beziehen sich wohl auch auf das Jahr 2013. Noch sind die Ermittlungen nicht abgeschlossen, doch die Zeit drängt: Die Taten aus dem Jahr 2013 "könnten", so die Staatsanwaltschaft, mittlerweile verjährt sein.

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Nach eigenen Angaben rechnet die Staatsanwaltschaft mit einem Abschluss des Ermittlungsverfahrens in den kommenden ein bis zwei Monaten. Ende April wurde bereits das Verfahren gegen Seesens Bürgermeister Erik Homann eingestellt. Die Staatsanwaltschaft hatte wegen des Verdachtes auf Strafvereitelung gegen den Amtsträger ermittelt, jedoch "keine Anhaltspunkte für strafbares Verhalten" finden können.


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