US-Börsen lassen deutlich nach - Notenbanker erwarten Zinserhöhung

Die US-Börsen haben am Mittwoch deutlich nachgelassen.

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Wallstreet in New York
Wallstreet in New York | Foto: via dts Nachrichtenagentur

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New York. Die US-Börsen haben am Mittwoch deutlich nachgelassen. Zu Handelsende in New York wurde der Dow mit 51.493 Punkten berechnet, ein Minus in Höhe von 1,0 Prozent im Vergleich zum vorherigen Handelstag.


Wenige Minuten zuvor war der breiter gefasste S&P 500 mit rund 7.420 Punkten 1,2 Prozent im Minus, die Technologiebörse Nasdaq berechnete den Nasdaq 100 zu diesem Zeitpunkt mit rund 29.671 Punkten 1,0 Prozent im Minus.

In ihrer ersten Sitzung unter dem Vorsitz von Kevin Warsh hat die US-Zentralbank Federal Reserve ihren Leitzins unverändert gelassen. Die Entscheidung und ihre Veröffentlichung wurden einstimmig beschlossen. Das gelang wohl auch, weil dieses Mal keine "Forward Guidance" herausgegeben wurde. Zwar war es bislang ohnehin üblich, dass die Fed stets erklärte, dass man bei künftigen Entscheidungen ein breites Spektrum von Informationen berücksichtigen werde, darunter Messwerte zur Arbeitsmarktlage, zum Inflationsdruck und zu den Inflationserwartungen - also entsprechend nicht schon im Voraus der Zinspfad festgelegt wird. Aber durch die "Forward Guidance" wurde bislang ein gewisser Konsens für die voraussichtliche Ausrichtung der Geldpolitik sichtbar.

Die Fed veröffentlichte am Mittwoch wieder ihren "dot plot", wenn auch der Fed-Chef selbst seine Einschätzung dafür nicht abgab. Demnach erwartet fast die Hälfte der Mitglieder des Offenmarktausschusses, dass es in diesem Jahr noch mindestens eine Leitzinserhöhung geben werde.

Unterdessen war die europäische Gemeinschaftswährung am Mittwochabend deutlich schwächer: Ein Euro kostete 1,1492 US-Dollar (-1,01 Prozent), ein Dollar war dementsprechend für 0,8702 Euro zu haben.

Der Goldpreis war stark im Rückwärtsgang, am Abend wurden für eine Feinunze 4.243 US-Dollar gezahlt (-2,0 Prozent). Das entspricht einem Preis von 118,70 Euro pro Gramm.

Der Ölpreis sank leicht: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Mittwochabend gegen 22 Uhr deutscher Zeit 78,84 US-Dollar, das waren zwölf Cent oder 0,2 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.