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VW-Abhöraffäre: Staatsanwaltschaft wollte Redaktion durchsuchen



VW-Abhöraffäre: Staatsanwaltschaft wollte Redaktion durchsuchen

Neues Kapitel in der VW-Abhöraffäre: Laut der Staatsanwaltschaft Braunschweig sollten die Redaktionsräume des Nachrichtenportals "Business Insider" durchsucht werden.

von Alexander Dontscheff und Niklas Eppert


Symbolbild.
Symbolbild. Foto: Magdalena Sydow

Braunschweig. Die VW-Abhöraffäre ist um ein Kapitel reicher: Wie die Staatsanwaltschaft Braunschweig auf Nachfrage von regionalHeute.de bestätigte, sollten die Redaktionsräume des Wirtschaftsmagazins "Business Insider" durchsucht werden. Grund hierfür seien brisante Aufnahmen, die dem Magazin zugespielt worden seien. Am Ende habe der "Business Insider" die Durchsuchung aber abwenden können, indem die Redaktion die gesuchten Aufnahmen herausgegeben hätte.



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Es sei der Staatsanwaltschaft lediglich um einen einzigen Gegenstand gegangen, wie ein Sprecher gegenüber regionalHeute.de erklärt. Dabei soll es sich laut Wirtschaftswoche um einige der Mitschnitte handeln, mit denen der mittlerweile verstorbene Angeklagte die Gegenseite erpresst haben soll. Durch die Herausgabe der Aufzeichnungen soll die Redaktion die Razzia letztlich abgewendet haben.



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Um den Informanten, der dem Business Insider die Mitschnitte zuspielte, sei es der Staatsanwaltschaft nie gegangen, so der Sprecher weiter. Da es der Justiz von vornherein nur um "einen Gegenstand", die Aufzeichnungen, gegangen sei, sei ein Abwenden der Durchsuchung durch Herausgabe von vornherein miteingeplant gewesen. Welchen Einfluss das neue Material auf den Fall hat, kann noch nicht gesagt werden. Die Auswertung der Bänder hat gerade erst begonnen.


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