Braunschweig. Die Wolters-Insolvenz, das nun angekündigte Betriebsende der Brauerei – die schlechten Nachrichten rund um das Braunschweiger Traditionspils reißen in diesen Tagen nicht ab. Dass sich unzählige Gastronomie-Betriebe künftig umorientieren müssen, wird sich vielleicht nicht umgehen lassen. Auch Fußball-Zweitligist Eintracht Braunschweig lässt bei Heimspielen im Stadion an der Hamburger Straße Wolters ausschenken. Was werden die Fans also künftig trinken?
Diese Frage beantwortet Eintracht Braunschweig jetzt noch nicht. Fest steht wohl aber zumindest: "Für die kommenden Heimspiele bis zum Jahresende ist die Versorgung mit Wolters-Pils gewährleistet." Das teilt die Eintracht auf ihren Kanälen in den sozialen Medien heute mit. Somit können Eintracht-Fans unter anderem als nächstes am Freitagabend, 9. Oktober, ab 18.30 Uhr das Heimspiel gegen Holstein Kiel mit einem Becher Wolters in der Hand genießen. Das gilt auch fürs Derby gegen Hannover 96 am 25.Oktober (13.30 Uhr), wobei noch nicht klar ist, was das Sicherheitskonzept für das Spiel zum Thema Alkoholgehalt der Getränke vorsieht.
Auch Eintracht hofft auf Wolters-Rettung
Im Eintracht-Statement heißt es jedenfalls weiter: "Gleichzeitig arbeiten die Verantwortlichen des Hofbrauhauses und der Volksbank BRAWO weiter daran, die Braunschweiger Traditionsmarke zu erhalten." Im Sport gilt offenbar auch bei diesem Thema eben: Die Hoffnung stirbt zuletzt.
Wie sich der Ausschank im Stadion im Jahr 2027 gestalten werde, "können wir aktuell noch nicht absehen", teilt Eintracht weiter mit. Weitere Auskünfte dazu sollen erst dann folgen, wenn belastbare Informationen vorliegen.
"Nachricht hat uns betroffen gemacht"
Auch im Umfeld der Eintracht habe die Nachricht über das drohende bevorstehende Ende der Wolters-Brauerei einen Schock ausgelöst. "Die Nachricht hat auch uns betroffen gemacht. Wolters und Eintracht verbindet eine lange gemeinsame Geschichte – das Braunschweiger Bier gehört für viele von uns fest zu unserer Stadt, unserem Verein und zum Stadionerlebnis", heißt es im Statement des Zweitligisten.

