Wolfenbüttel

Welttag der Ersten Hilfe - Helfer oder Ausbilder werden


Ehrenamtliche Helfer des DRK sorgen auch bei Großveranstaltungen und Festen für das gesundheitliche Wohl der Besucher. Symbolfoto: Anke Donner
Ehrenamtliche Helfer des DRK sorgen auch bei Großveranstaltungen und Festen für das gesundheitliche Wohl der Besucher. Symbolfoto: Anke Donner

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08.09.2016




Wolfenbüttel. Der alljährliche Welttag der Ersten Hilfe findet diesmal am kommenden Samstag statt, am 10. September. Der Kreisverband des Roten Kreuzes (DRK) plant aus diesem Anlass einen Info-Stand in der Fußgängerzone. Zwischen Altem Tor und Bärengasse werden Passanten über die Möglichkeiten informiert, sich und ihre Kenntnisse als Ersthelfer auf dem Laufenden zu halten und können einen Rettungswagen besichtigen.

"Erste Hilfe betrifft jeden Bürger - jeder kann in Notsituationen Hilfesuchender oder Helfer werden." so DRK-Vorstand Andreas Ring. Sein Verband organisierte im Jahr 2015 mehr als 160 Kurse in Erster Hilfe, bei denen sich 1960 Teilnehmer schulen ließen. Dabei waren 15 ehrenamtliche Erste-Hilfe-Ausbilder und -Ausbilderinnen im Einsatz. "Weitere Erste Hilfe Ausbilderinnen und Ausbilder werden gesucht. Interessierte können sich am Stand melden", unterstreicht Ring.

Juniorretter und Schulsanitäter


In der Nachwuchsförderung ist das Rote Kreuz überaus rührig, denn für Ersthelfer gibt es so gut wie keine Altersbeschränkung. An neun Schulen in Stadt und Landkreis Wolfenbüttel sind Schulsanitätsdienste vom DRK tätig, in ihnen arbeiten 107 Teilnehmer mit. Und es geht noch jünger: An zehn Grundschulen finden Kurse unter dem Motto "Kinder helfen Kindern" statt. Diese so genannten "Juniorretter" erfreuen sich großer Beliebtheit: Mehr als 300 Kinder wurden mittlerweile ausgebildet. Auch dieser wichtige Kinder und Jugendbereich wird aus Mitgliedsbeiträgen und Spenden finanziert.

Erste Hilfe für Kinder, Sportler und Menschen mit Behinderung


"Außerdem bieten wir Kurse in Erster Hilfe am Kind, Erster Hilfe für Sportgruppen und Erster Hilfe für Menschen mit Behinderung", listet Ring auf. Ergänzende Kurse sind eine AED-Ausbildung (automatisierter externer Defibrillator), die erweiterte Erste Hilfe für Schulsanitäter sowie verschiedene Kurzlehrgänge wie "Fit in Erster Hilfe". Der Zeitaufwand dafür, im Anschluss Menschenleben retten zu können, hält sich in überschaubaren Grenzen: "Ein Erste-Hilfe-Kurs umfasst neun Unterrichtseinheiten zu je 45 Minuten", erklärt der Kreisvorstand. "Dieser Ausbildungsblock ist außerdem für Führerscheinanfänger und Ersthelfer im Betrieb geeignet." Die Ersthelferausbildung kann auch der erste Schritt zu einer Mitarbeit in der Katastrophenschutz-Einheit des DRK bilden in der eine Sanitätsdienstausbildung erfolgt.

Erste-Hilfe-App


Übrigens gibt es jetzt auch eine Erste-Hilfe-App für das Smartphone. Sie wurde vom DRK entwickelt - und erstmalig ist damit die interaktive Begleitung in einer Notfallsituation per Smartphone möglich. Die App kann ebenso dazu benutzt werden, auf spielerische Weise das Verhalten in einer solchen akuten Situation zu üben. Im Programmteil "Der kleine Lebensretter" wird zusätzlich Hintergrundwissen zu den unterschiedlichsten Erste Hilfe-Themen vermittelt.

Weitere Informationen zur App, über die Erste-Hilfe-Kurse und die Fortbildung zum Erste Hilfe-Ausbilder, gibt es auf der Homepage der DRK Kreisverbands Wolfenbüttel.


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