Braunschweig. Bereits zum zweiten Mal haben sich Mitarbeiter der Westermann Gruppe gemeinsam mit der Ökologischen NABU-Station Aller/Oker (ÖNSA) für den Naturschutz in der Braunschweiger Okeraue eingesetzt. Nachdem im vergangenen Jahr invasive Pflanzenarten auf bestimmten Flächen entfernt worden waren, widmete sich die Gruppe nun weiteren Bereichen des Naturschutzgebiets, teilt die ÖNSA in einer Pressemeldung mit.
Die Braunschweiger Okeraue umfasst einen naturnahen Abschnitt der Oker mit Flussaue, Altgewässern, Röhrichten und alten Grünländern. Regelmäßige Überschwemmungen schaffen Lebensräume für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten und würden zugleich auch die Ausbreitung invasiver Pflanzen fördern. Um die heimische Vegetation zu schützen, sollten diese gebietsfremden Arten gezielt eingedämmt werden.
Unter Anleitung der ÖNSA beteiligten sich 21 Mitarbeiter an den Pflegemaßnahmen. Zum Auftakt informierten Vertreterinnen der Ökologischen Station über die Besonderheiten des Schutzgebiets sowie die ökologischen Hintergründe der Aktion.
Große Mengen Grünschnitt
Die Maßnahmen konzentrierten sich auf die invasiven Pflanzenarten Riesen-Goldrute und Drüsiges Springkraut. Beide Arten können dichte Bestände bilden und heimische Pflanzen verdrängen, wodurch die biologische Vielfalt gefährdet wird. Die Teilnehmer entfernten die Pflanzen und bereiteten das Material für den Abtransport durch die Stadt Braunschweig vor. Bei sommerlichen Temperaturen seien die Arbeiten zügig vorangekommen, sodass innerhalb weniger Stunden große Mengen Grünschnitt zusammengetragen worden seien.
Die Beteiligten beschreiben den Einsatz als willkommene Abwechslung zur Büroarbeit. Westermann-Kommunikationsleiterin Dr. Regine Meyer-Arlt sprach von einer bereichernden Erfahrung, bei der gemeinsames Engagement, Naturerlebnis und Teamgeist im Mittelpunkt standen.
Positive Bilanz
Auch die ÖNSA zog eine positive Bilanz. Durch die Unterstützung der Freiwilligen konnten unter anderem wertvolle Stillgewässer vor einer weiteren Ausbreitung der Riesen-Goldrute geschützt und größere Bestände des Drüsigen Springkrauts eingedämmt werden. Damit sei ein wichtiger Beitrag zum Erhalt heimischer Lebensräume geleistet worden.

