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Winter im Frühling - Daher kommt der späte Kälteeinbruch

von Jonas Walter


Der Frühling lässt noch auf sich warten. Schnee und Nebel in Torfhaus und Braunlage. Video/Foto: aktuell24(kr) | Foto: aktuell24(kr)

Region. Das Thema Wetter ist in den letzten Tagen und Wochen in aller Munde. Der kürzliche Wintereinbruch wunderte und verärgerte viele Menschen. Auch in Anbetracht dessen ist die Frage nach dem Wetter in Bezug auf die bevorstehenden Osterfeiertage sicherlich berechtigt. regionalHeute.de hat beim Deutschen Wetterdienst nachgefragt.


Woher kommt der späte Kälteeinbruch im März dieses Jahres? Robert Scholz vom Deutschen Wetterdienst weiß darauf eine Antwort. Verantwortlich sei die Großwetterlage der vergangenen Tage und Wochen. "Hierbei wurde die für unsere Breiten "normale" Westströmung durch ein umfangreiches Hoch über Skandinavien blockiert. Die Tiefs, normalerweise verantwortlich für mildes und feuchtes Wetter, wurden auf eine nördlichere oder südlichere Zugbahn gelenkt.

Gleichzeitig herrscht auf der Südseite des Hochs über Skandinavien eine extrem starke östliche Strömung. Damit wurde kalte Kontinentalluft aus Russland beziehungsweise Sibirien, Quelle kalter und trockener Luft, direkt nach Mitteleuropa transportiert - die Folge war der kräftige Ost-Sturm am Wochenende.", erläutert er. Direkt danach wäre ein Tief von der Nordsee hereingezogen und hätte die benötigte Feuchtigkeit für Schnee und somit auch den Wintereinbruch gebracht.

Kommt der Frühling rechtzeitig?


Ab morgen stelle sich die Wetterlage aber komplett um, wir würden in den Einflussbereich von Tiefs über den Britischen Inseln gelangen, mit denen es bis zum Wochenende nasskalt werde und vor allem am Donnerstag gebe es viel Regen. Kommende Woche könne man in Braunschweig zwischen fünf und zehn Grad am Tage mit wechselhaftem Wetter und zeitweiligem Regen erwarten. Nachts gebe es Temperaturen um drei Grad in Braunschweig, in Goslar gebe es Temperaturen um den Gefrierpunkt, damit sei im Harz weiterhin Glätte möglich.

Zu den Osterfeiertagen könne man hingegen noch keine genau Prognose abgeben. "Wettervorhersagen sind 3-5 Tage recht verlässlich, danach kann man höchstens einen Trend feststellen", erklärt Scholz. Am Osterwochenende könne man einen leichten Temperaturrückgang vorhersehen, nachts könnte es leichten Frost geben. Laut Computermodellen reiche die Temperaturspanne am Ostersonntag bislang von null bis 20 Grad.


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