Wolfenbüttel. Kürzlich berichtete die Stadt Wolfenbüttel im Rahmen einer Pressemitteilung über Diebstähle aus öffentlichen Grünanlagen auch über den Fall einer alten Buche, die von Unbekannten angebohrt wurde. regionalHeute.de hakte in der Sache noch einmal nach.
Der besorgniserregende Fund sei kürzlich auf dem Spielplatz in der Weberstraße gemacht worden, hieß es Mitte April in der Pressemitteilung. Im Rahmen einer routinemäßigen Kontrolle habe ein Baumkontrolleur am Stamm einer etwa 80 Jahre alten Buche ein frisches Bohrloch im Bereich des Wurzelhalses entdeckt. Dabei seien auch frische Sägespäne festgestellt worden. Ein natürlicher Schädlingsbefall könne somit ausgeschlossen werden.
"Mögliche gezielte Beschädigung"
Ob in das Bohrloch chemische Substanzen eingebracht wurden, sei derzeit unklar, hieß es in der Meldung. Der Vorfall stelle den ersten dokumentierten Fall dieser Art dar und werde als mögliche gezielte Beschädigung eines Baumes gewertet. Da es sich hierbei um eine Straftat handele, wolle man Anzeige gegen Unbekannt erstatten.
Aktuell nachgefragt, heißt es seitens der Stadt, dass der Vorfall am 13. April der Rechtsabteilung der Stadt übergeben wurde. Dort werde der Fall weiter bearbeitet und der Vorgang zur Anzeige gebracht.
Laubaustrieb abwarten
"Zum jetzigen Zeitpunkt können wir noch keine Aussage treffen, ob der Baum nachhaltig geschädigt wurde", erklärt Stadtsprecher Thorsten Raedlein. Man müsse den Laubaustrieb bis zum Sommer weiter beobachten.


