Wolfenbüttel. Seit vielen Jahren liegt der Brunnen an der Okerstraße brach. Eine konkrete Idee, wie es mit dem einstigen Wasserspiel weitergehen soll, gibt es noch nicht, wie regionalHeute.de vor wenigen Tagen berichtete. Nun werden aus der Politik Forderungen an die Stadtverwaltung laut, endlich ein Nutzungs- und Gestaltungskonzept zu erstellen.
In einem Antrag, den die SPD-Ratsfraktion kurz nach der Berichterstattung von regionalHeute.de einreichte, fordert die SPD, die Verwaltung damit zu beauftragen, eine Entscheidungsgrundlage für die zukünftige Nutzung der Fläche des Brunnens an der Okerstraße zu erarbeiten und den politischen Gremien vorzulegen.
Verschiedene Nutzungsmöglichkeiten sollen geprüft werden
Dabei sollen insbesondere unterschiedliche Handlungsoptionen dargestellt werden, darunter die Wiederherstellung des Brunnens, alternative Nutzungs- und Gestaltungskonzepte sowie die Entwicklung der Fläche zu einer klimaresilienten Grün- und Aufenthaltsfläche. Im Rahmen der Prüfung sollen zudem Möglichkeiten der Begrünung, der Schaffung von Schattenbereichen sowie einer qualitativen Aufwertung als Aufenthaltsort untersucht werden. Die Ergebnisse sollen schließlich einschließlich einer vergleichenden Darstellung der Investitions- und Folgekosten sowie einer städtebaulichen Bewertung der Varianten den politischen Gremien zur Entscheidung vorgelegt werden.
Es gehe ausdrücklich nicht nur um die Frage einer technischen Wiederherstellung, sondern um eine strategische Betrachtung unterschiedlicher Entwicklungsperspektiven im Sinne einer nachhaltigen und zukunftsorientierten Stadtentwicklung. Gerade in einer Phase, in der Innenstädte vor tiefgreifenden strukturellen Veränderungen stehen, sei es entscheidend, vorhandene Flächenpotenziale systematisch zu bewerten und aktiv zu gestalten. Ziel müsse es sein, eine Lösung zu entwickeln, die sowohl funktional überzeugt, als auch einen erkennbaren Mehrwert für die Stadt und ihre Bürgerinnen und Bürger schafft, führt die SPD in ihrer Begründung aus.
In die Überlegungen für ein Nutzungs- und Gestaltungskonzept sollten auch Aspekte wie Klimawandel und Wirtschaftlichkeit einfließen.
Entscheidung im Mai
Der Antrag soll nun am 5. Mai dem Ausschuss für Bau, Stadtentwicklung und Umwelt zur Beschlussempfehlung vorgelegt werden. Die Entscheidung trifft dann der Verwaltungsausschuss am 11. Mai.

