CDU-Kandidat Thurau sagt: "Fühle mich nicht als Verlierer"

Die Wahl betrachtet er nicht als verloren, gewonnen hat er sie aber auch nicht. Thurau war parteilos für die CDU angetreten, hatte im Wahlkampf auffällig oft Wert auf seine Unabhängigkeit gelegt und oft auf das Zeigen des CDU-Logos verzichtet. In der Kreispolitik wird er nun vorerst keine Rolle mehr spielen.

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Tobias Thurau sieht sich nach der Stichwahl nicht als Verlierer. | Foto: Matthias Kettling

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Wolfenbüttel. Am Sonntag mussten sich die Landratskandidaten Martin Albinus (SPD) und Tobias Thurau (parteilos für die CDU) in der Stichwahl noch einmal den Wählern stellen. Es ging um nichts Geringeres als die Frage, wer in den kommenden acht Jahren den Chefsessel im Wolfenbütteler Kreishaus besetzen wird. Mit deutlichem Abstand konnte Martin Albinus (58,9 %) diese Frage für sich entscheiden. Der unterlegene Thurau (41,1 %) sieht sich dabei aber nicht als Verlierer.


"Ich betrachte das nicht als verloren. Die Bürgerinnen und Bürger des Landkreises Wolfenbüttel haben entschieden und ich gratuliere Martin Albinus zu dem Wahlsieg. Er wird den Landkreis führen, dafür wünsche ich ihm alles Gute, ein gutes Händchen. Ich fühle mich nicht als Verlierer. Wir haben einen leidenschaftlichen Wahlkampf geführt", sagte Thurau am Wahlabend gegenüber regionalHeute.de. Deprimierend empfindet er die Wahlbeteiligung, die bei 37,54 Prozent lag.



Thurau war parteilos für die CDU angetreten, hatte im Wahlkampf auffällig oft Wert auf seine Unabhängigkeit gelegt und oft auf das Zeigen des CDU-Logos verzichtet. Und auch für den Kreistag trat er nicht als Kandidat für die Christdemokraten an, blieb hier der Politik gänzlich fern. Aus der Kreispolitik ist er daher jetzt auch raus, wird dem Wolfenbütteler Kreistag in keiner Form angehören.

Enttäuscht über die Wahlbeteiligung zeigt sich auch der CDU-Kreisvorsitzende Holger Bormann. Man habe anderes erwartet. "Wir haben gekämpft bis zum letzten Tag. Auch unser Kandidat Tobias Thurau hat wirklich alles gegeben", sagt Bormann. Den Ausgang wolle man nun im Nachgang bewerten.



Große Freude hingegen bei Martin Albinus und den Sozialdemokraten. Mehr dazu in unserem Artikel "Martin Albinus heißt der neue Landrat von Wolfenbüttel".

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