Bornum. Zugegeben, nach viel hört es sich noch nicht an, was dank der im September vergangenen Jahres in Betrieb genommenen Deponiebelüftung (WolfenbüttelHeute.de berichtete) an CO2 eingespart wurde, die 2000 Tonnen seien jedoch, wie Kreis-Umweltdezernent Claus-Jürgen Schillmann betont, erst der Anfang. Bis 2022 können daraus bis zu 84.000 Tonnen werden. Und neben dem Gewinn für die Umwelt könne man noch rund 8 Millionen Euro einsparen, die sonst in diesem Zeitraum für auftretendes Sickerwasser hätten ausgegeben werden müssen.
Das spezielle Verfahren, die so genannte Aerobisierung, verringert die austretenden Emissionen und bewirkt, dass der Deponiestandort umweltverträglich bleibt. Innerhalb von acht Betriebsjahren können so Abfallbestandteile, deren biochemische Zersetzung sonst über 30 bis 50 Jahre zu klimarelevanten Emissionen führt, abgebaut werden. Da das Verfahren zum Klimaschutz beiträgt, wird es seit 2013 über die Nationale Klimaschutzinitiative gefördert. Der Landkreis Wolfenbüttel war einer der ersten Antragsteller und erhält die Förderungshöchstsumme von 250.000 Euro. Insgesamt kostet die Maßnahme 1,3 Millionen Euro. 50 so genannte Gasbrunnen sorgen auf dem 12.000 Hektar großen Areal für die unterirdische Kompostierung der Altlasten. Das Bundesumweltministerium fördert nicht nur, es hat die Maßnahme auch zum "Projekt des Monats Januar" erkoren und berichtet entsprechend darüber. "Das macht uns besonders stolz", so Schillmann.
Zum "Projekt des Monats"
Deponiebelüftung: Schon 2000 Tonnen CO2 eingespart
von Thorsten Raedlein
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