Eingestürzte Kellerdecke rief 47 Einsatzkräfte auf den Plan

von Anke Donner


Foto: Anke Donner)



Hornburg. Keine Zeit zum Ausruhen hatten die Kameraden der Wehren Hornburg und Isingerode. Schon kurz nachdem sie zwei vermisste Personen am Hornburger Bahnhof gefunden und den Rettungskräften vom DRK übergeben hatten (WolfenbüttelHeute.de berichtete), ging eine erneute Alarmierung los. Diesmal lautete der Einsatz: Menschenrettung aus einem eingestürzten Keller.

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Verletzte Personen mussten aus den Trümmern geborgen werden. Foto: Anke Donner)



Um 19.50 Uhr erfolgte die Alarmierung der Einsatzkräfte. In der Waldgaststätte „Wileckes Lust“ in Hornburg war die Kellerdecke eingestürzt. Mehrere Menschen wurden unter den Trümmern vermutet.

Für die Einsatzkräfte der Feuerwehren Hornburg und Isingerode, sowie des SEG (Schnelle Einsatz-Gruppe) des DRK Wolfenbüttel hieß es nun: schnell handeln und die verletzten und verschütteten Personen aus den Trümmern befreien.

Im Keller des Ausflugslokals von Inhaber Frank Willecke befanden sich elf verletzte Personen, die schnellstens gerettet und den Rettungskräften des DRK Wolfenbüttel übergeben werden mussten.

Während die Feuerwehrleute mit der Suche und Rettung der Personen beschäftigt waren, bauten die Kräfte der SEG Wolfenbüttel ihr Versorgungszelt auf und trafen alle notwendigen Vorbereitungen.

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Das DRK Wolfenbüttel baute vor dem Lokal ein Versorgungszelt auf. Foto: Anke Donner)



Die Bergung der Menschen im Inneren des Gebäudes gestaltete sich derweil schwierig – Schutt und Unrat versperrten die Zugänge und dicker Qualm erschwerte die Sicht der Einsatzkräfte. Aus den dunklen Räumen hallten laute Hilferufe und veranlassten die Hilfskräfte zu schnellem und organisiertem Handeln.

Vor dem Lokal spielten sich dramatische Szenen ab. Zur Erstversorgung wurden die verletzten Personen auf Tragen und Rettungsdecken in das Versorgungszelt gebracht, während die Feuerwehr weiter nach verschütteten Menschen suchte.

Nach gut einer Stunde konnten alle Personen aus dem Gebäude befreit und durch das DRK versorgt werden. Eine realistische Übung fand ihr Ende...

Eine Übung, die es in sich hatte


Nur die Einsatzleitungen der Wehren, sowie des DRK hatten von dieser Übung gewusst und sie realistisch inszeniert. In enger Zusammenarbeit mit der SEG des DRK-Einsatzzuges Wolfenbüttel spielten die Freiwilligen Feuerwehren das katastrophale Szenario durch und konnten am Ende ein recht positives Resümee ziehen.

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Nach der Übung folgte die Besprechung. Foto: Anke Donner)



„Wir müssen noch ein bisschen was tun, was die Koordination angeht. Wir haben aber auch vieles gut und richtig gemacht“, so Hornburgs stellvertretender Ortsbrandmeister, Thilo Linke, beim abschließen Gespräch. Linke merkte außerdem an, dass die Übung von zwei Einsatzleitern in Ausbildung geführt wurde. Dennis Meyer und Alexander Schulze leiteten im Rahmen ihrer Ausbildung die gemeinsame Übung, die von der SEG Wolfenbüttel initiiert wurde. Das DRK stellte auch die Statisten und sorgte für die realistischen Verletzungen der Opfer. Hier konnte der ehemalige SEG-Einsatzleiter und „Maskenbildner“ Michael Schaper seiner Fantasie freien Lauf lassen.

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Dirk Jürges, Steffen Müller und Michael Schaper vom DRK Wolfenbüttel organisierten die Übung. Foto:



Insgesamt  47 Einsatzkräfte und 11 Statisten haben an der aufwendig inszenierten und kräfteraubenden Übung teilgenommen und ihren Leistungsstand auf die Probe gestellt. Mit 20 Kräften und zwei Einsatzfahrzeugen nahm die Feuerwehr Hornburg an dem Szenario teil, die Wehr aus Isingerode war mit 7 Kameraden und einem Einsatzfahrzeug vor Ort. Das DRK Wolfenbüttel war ebenfalls mit 20 Kräften und sechs Fahrzeugen beteiligt. Auch für die anschließende Verpflegung aller Mitwirkenden im Gerätehaus der Hornburger Feuerwehr sorgte das DRK. Dirk Jürges, SEG-Einsatzleiter, zeigte sich am Ende der Übung zwar zufrieden, hatte jedoch auch einige Anmerkungen und Verbesserungsvorschläge, was die Abläufe der ehrenamtlichen Kräfte des DRK betrifft.

Lobende Worte gab es vom stellvertretenden Ortsbrandmeister für die Organisation der Übung und für die reibungslose und kameradschaftliche Zusammenarbeit. „Gerne könne wir wieder einmal eine solche Übung gemeinsam durchführen“, so Thilo Linke. Diesen Worten schloss sich auch Dirk Jürges an.

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