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Entwicklung in Niedersachsen "vorsichtig positiv": Keine weiteren Lockerungen vor Pfingsten geplant



Entwicklung "vorsichtig positiv": Keine weiteren Lockerungen vor Pfingsten

Die aktuellen Inzidenz-Werte seien durch Himmelfahrt und den Brückentag nicht sehr belastbar. Auch die Auswirkungen der bisherigen Lockerungen könne man noch nicht beurteilen.

von Alexander Dontscheff


Symbolbild
Symbolbild Foto: pixabay

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Niedersachsen. In Niedersachsen sollte es vor Pfingsten eigentlich keine weiteren Lockerungen geben. Das teilte Claudia Schröder, stellvertretende Leiterin des Corona-Krisenstabes des Landes, am heutigen Dienstag im Rahmen einer Pressekonferenz mit. Dass das Oberverwaltungsgericht mit seiner Entscheidung für etwas ungewollte Lockerung sorgen würde, konnte Schröder zu diesem Zeitpunkt noch nicht wissen.



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Schröder bewertete die Infektionslage in Niedersachsen derzeit als "vorsichtig positiv". Der 7-Tage-Inzidenz-Wert liege bei 56,5, aufgrund des Feiertages und des langen Wochenendes seien die Zahlen aber nicht sehr belastbar. Einen realistischen Wert erwarte man erst wieder ab Mittwoch. Es gehe aber in jedem Fall in die richtige Richtung. In Sachen Intensivbettenbelegung sei die Lage immer noch angespannt. Erfahrungsgemäß dauere es immer etwas, bis die Entspannung in den Krankenhäusern ankomme. So befänden sich derzeit noch 207 Menschen auf der Intensivstation, 162 müssten beatmet werden, darunter ein Kind. Gerade die Pflege der Corona-Patienten sei aufwändig und würde entsprechend Personal erfordern.


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Ein weiterer Grund dafür, dass es erstmal keine weiteren Lockerungen geben sollte, sei die Tatsache, dass es noch keine Erkenntnisse gebe, wie sich die seit 10. Mai geltenden Lockerungen auswirkten. Aufgrund der Inkubationszeiten, sei hier von einem Verzug von 14 Tagen auszugehen. Man wollte so auch die Sommer-Hauptsaison für den Tourismus schützen. Durch das Außerkraftsetzen der "Landeskinderregelung" durch das Oberverwaltungsgericht, wurde dies etwas konterkariert. Nun können auch schon zu Pfingsten Urlauber aus anderen Bundesländern kommen.

Wie es mit Lockerungen im Juni weiter gehen könnte, hatte die Landesregierung bereits in der vergangenen Woche vorgestellt (regionalHeute.de berichtete).


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