Feuer in der Jägermeisterstraße: Verdächtiger geschnappt

In der vergangenen Nacht brannte es in einem Haus in der Jägermeisterstraße. Nun gibt es offenbar schon einen Ermittlungserfolg.

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In der vergangenen nacht brannte es in einem Haus in der Jägermeisterstraße.
In der vergangenen nacht brannte es in einem Haus in der Jägermeisterstraße. | Foto: Matthias Kettling

Wolfenbüttel. In der vergangenen Nacht ist es in einem Mehrfamilienhaus in der Jägermeisterstraße zu einem Feuer gekommen. Wie die Staatsanwaltschaft Braunschweig gegenüber dem NDR berichtet, habe man schon kurz nach dem Brand einen Verdächtigen festnehmen können.



Nach bisherigen Erkenntnissen soll ein 38-jähriger Bewohner des Mehrfamilienhauses im Treppenhaus eine brennbare Flüssigkeit verteilt und anschließend entzündet haben. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft handelt es sich dabei vermutlich um Benzin.

Verdächtiger kommt vor Haftrichter


Der Tatverdächtige soll noch am heutigen Freitag einem Haftrichter vorgeführt werden. Verletzt wurde bei dem Feuer niemand. Auch ein größerer Brandschaden sei ausgeblieben, erklärte die Staatsanwaltschaft weiter. Allerdings sei das Gebäude stark verrußt und derzeit nicht begehbar.

Ein Brandsachverständiger könne das Gebäude daher erst in den kommenden Tagen untersuchen, sagte die Staatsanwaltschaft Braunschweig dem NDR.

Aktualisiert (17:40 Uhr):
Laut einer Pressemeldung der Polizei, brach der Brand in der Jägermeisterstraße gegen 2:40 Uhr aus. Nach bisherigen polizeilichen Erkenntnissen goss ein 38-jähriger Wolfenbütteler mehrere Liter Benzin in das Treppenhaus und entzündete dieses. Zu der Zeit befanden sich acht Bewohner im Haus, welche durch die Feuerwehr evakuiert werden konnten. Verletzt wurde dabei niemand.

Täter unter Drogen?


Der Täter konnte im Nahbereich angetroffen und vorläufig festgenommen werden. Der 38-Jährige stand vermutlich unter dem Einfluss von berauschenden Mitteln, daher wurde eine Blutprobe entnommen. Am Gebäude entstand ein Schaden in Höhe von zirka 30.000 Euro. Die Polizei beschlagnahmte den Brandort und leitete ein Strafverfahren wegen besonders schwerer Brandstiftung ein. Der zuständige Richter des Amtsgerichts Wolfenbüttel, erließ schließlich einen Untersuchungshaftbefehl.