HAB-Sonderführung: "Leben in Büchern"


Herzog Augusts Luther-Bibel mit unzähligen Textveränderungen von der Hand Augusts, um 1635. Foto: HAB
Herzog Augusts Luther-Bibel mit unzähligen Textveränderungen von der Hand Augusts, um 1635. Foto: HAB | Foto: HAB

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Wolfenbüttel. In einer Sonderführung durch die Ausstellung "Gedanken am Rande. Marginalien in Bild und Text 800-1800" gibt Christian Heitzmann am Freitag, 12. Juni 2015, um 15.00 Uhr anhand von Marginalien als Selbstzeugnissen einen Einblick in das "Leben in Büchern".

Marginalien in Handschriften und Büchern können aus wissenschaftlichen, didaktischen oder ästhetischen Gründen angebracht werden. Oftmals handelt es sich aber auch um persönliche Lebenszeugnisse, in denen die Besitzer und Leser der Bücher eigene Erlebnisse und Beobachtungen festhalten. So wurde der freie Rand immer auch als Raum genutzt, um persönliche Gedanken, Eindrücke, Lebens- oder Leseerfahrungen aufzuschreiben, gegebenenfalls auch um Ergänzungen und Aktualisierungen von geschichtlichen Ereignissen zu dokumentieren. Heutigen Betrachtern öffnet sich damit ein faszinierender Einblick in das Alltagsleben, die Weltwahrnehmung und Emotionen vergangener Jahrhunderte. Die Führung mit dem Titel „Leben in Büchern. Marginalien als Selbstzeugnisse“ durch die aktuelle Ausstellung nimmt insbesondere diese persönlichen Lebenszeugnisse in den Blick.

Eintritt: 5,-/2,-/1,- Euro

Weitere Infos unter www.hab.de und Tel.: 05331/808-214

Die Ausstellung ist bis zum 15. November 2015 in der Augusteerhalle, der Schatzkammer und im Kabinett der Bibliotheca Augusta zu sehen.

Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag, 10 bis 17 Uhr