Heiligenstadt: Eltern wollen die Entscheidung über den Schulabschluss so lange wie möglich offen halten




Nach der sieben Monate ausstehenden Beantwortung einer Kleinen Anfrage der SPD-Landtagsfraktion durch die Landesregierung zum Thema, auf welche weiterführenden Schulformen sich die Grundschulabgänger im Sommer 2012 verteilt haben (Kleine Anfrage „Der 5. Schuljahrgang im Schuljahr 2012/2013 vom 5 Juli 2012), erklärt die schulpolitische Sprecherin und stellvertretende Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion Frauke Heiligenstadt:

„Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache und belegen wie in den vorherigen Schuljahren erneut, Eltern wollen für Ihre Kinder Schulformen, die möglichst viele Bildungsgänge bis hin zum Abitur anbieten.

Zudem widersprach Heiligenstadt der heutigen Meldung von Kultusminister Althusmann, wonach es egal für Schüler sei, ob sie nach 12 oder 13 Jahren ihr Abitur machen können.
Heiligenstadt kündigte an, dass Turboabitur an den Gesamtschulen abzuschaffen.

Die von der Grundschule abgegebenen Empfehlungen spielen für die Eltern und Kinder eine immer geringere Rolle. Besonders deutlich wird das am Beispiel der Hauptschule. Im Schuljahr 2012/13 bekamen 20,3% der Kinder eine Hauptschulempfehlung. Tatsächlich entschlossen sich lediglich 6,1% dieser Empfehlung zu folgen. Bei den Realschulen entsteht ein ähnliches Bild. Sollten laut Empfehlung 39,1% die Realschule besuchen, so besuchten lediglich 19,6% die Schulform tatsächlich. Bei den Gymnasien hingegen zeigt sich eine entgegengesetzte Entwicklung. Hier gab es prozentual mehr Kinder die diese Schulform besuchen (41,7%), als Empfehlungen (40,6%).

Die Entwicklung der tatsächlichen Verteilung an der Oberschule zeigt, dass Eltern zudem mehr schulformübergreifende Schulen nachfragen.

Die Anzahl der Schüler und Schülerinnen an den Gesamtschulen hat sich erneut stark erhöht, und zwar von 5,6 Prozent im Schuljahr 2005/06 auf 13,3 Prozent im Schuljahr 2012/13. Dabei wissen wir, die Nachfrage vor Ort ist noch viel größer.


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