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"Ich bin noch nicht fertig" - Landrätin Christiana Steinbrügge will weitermachen



"Ich bin noch nicht fertig" - Landrätin Christiana Steinbrügge will weitermachen

Die amtierende Landrätin wurde jetzt vom Wolfenbütteler SPD-Unterbezirksvorstand als Kandidatin für eine weitere Amtszeit nominiert.

von Julia Fricke


Marcus Bosse und Christiana Steinbrügge.
Marcus Bosse und Christiana Steinbrügge. Foto: Julia Fricke

Wolfenbüttel. Landrätin Christiana Steinbrügge wird erneut bei den Kommunalwahlen 2021 für das Landratsamt kandidieren. Der Wolfenbütteler SPD-Unterbezirksvorstand hat sich in seiner letzten Sitzung einstimmig dafür ausgesprochen, sie für eine weitere Amtszeit zu nominieren. Einen Gegenkandidaten aus den Reihen der SPD habe es nicht gegeben. Bereits im Frühjahr habe sich Christiana Steinbrügge für die Wahl im SPD-Unterbezirk zur Landrätin vorgestellt (regionalHeute.de berichtete). Damit tritt die 63-Jährige gegen Uwe Schäfer von der CDU an, der ebenfalls für das Amt kandidiert (regionalHeute.de berichtete).



"Christiana Steinbrügge hat den Landkreis sicher und zielstrebig geführt", erklärt Marcus Bosse, Vorsitzender des SPD-Unterbezirkes Wolfenbüttel während eines Pressegesprächs. So sei der Kreishaushalt von 2009 bis 2019 von 35 Millionen auf 7 Millionen Euro konsolidiert worden. Auch beim Breitbandausbau habe die Landrätin große Erfolge errungen. Ebenso habe sich der Landkreis im Bereich der Mobilität eingebracht, indem er sich über Gebühr an dem Umbau des Bahnhofes Schöppenstedt beteiligt habe und ebenso an dem Bahnhof in Börßum. All dies sei nicht selbstverständlich, so Bosse weiter "Wir setzen auch weiterhin darauf, dass das ländliche Gebiet weiter vernetzt wird." Weitere Projekte, an denen der Landkreis beteiligt war, war der Ausbau von Radwegen, wie zum Beispiel zwischen dem Kreisel in Lucklum und Evessen.

Und Christiana Steinbrügge sei noch nicht fertig, wie sie selbst sagt. Die letzte Wahl fand im Jahr 2013 statt. Während ihrer Amtszeit habe es viele Herausforderungen gegeben. So unter anderem die Flüchtlingskrise 2015, das Hochwasser 2017 und aktuell die Corona-Krise. Trotz dieser unerwarteten Aufgaben, freue sie sich über die Nominierung. "Die Aufgabe macht mir nach wie vor Freude. Wir haben ein tolles Team. Einiges haben wir schon auf den Weg gebracht und das möchte ich auch weiter begleiten", so Steinbrügge.


Welche Themen werden behandelt?


Ein Punkt, der Steinbrügge, nicht zuletzt auch aufgrund der Krisen wichtig ist, ist der Bereich Nachhaltigkeit und der Klimaschutz. Es müsse ein Umdenken stattfinden, damit der Landkreis auch in Zukunft lebenswert bleibe. Gerade in dem Klimawandel sieht Steinbrügge ein erhöhtes Risiko für Pandemien. Ein weiteres Thema sei die Verbesserung der Lebensqualität. Hierzu zähle auch, das Angebot von Kultur und Naherholung weiter zu verbessern. "Wir haben in unserer Region einen großen Reichtum. Der muss nur nach Außen sichtbar werden", so Steinbrügge. Ebenso gehöre zu diesem Themenpunkt aber auch der weitere Breitbandausbau, mit dem nicht nur die Haushalte, sondern auch die Schulen mit schnellem Internet versorgt werden sollen.

Aber auch im Bereich Bildung und Teilhabe möchte Steinbrügge in der kommenden Amtszeit noch etwas bewirken. Hier steht die Digitalisierung der Schulen ganz oben auf der Agenda, doch auch die Inklusion soll weiter vorangetrieben werden. Neben einem barrierefreien Ausbau von Schulen gehöre auch einfache Sprache dazu. Über all dies solle auch die Wirtschaft gestärkt werden. Denn Wirtschaft und Umwelt seien für Steinbrügge keine Gegensätze, sondern müssten konsequent zusammen gedacht werden. Dafür brauche es eine kluge Strategie und regionale Kooperationen.


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