Wolfenbüttel. Der Wolfenbütteler Kreistag sprach sich in seiner Sitzung am Montag mehrheitlich dafür aus, dass der festgeschriebene Schulbezirk für die Integrierte Gesamtschule Schöppenstedt bestehen bleibt. Kritik daran hatte es bereits vor der Einführung gegeben, da so Eltern in einigen Gemeinden gezwungen werden, ihre Kinder auf die IGS in Schöppenstedt zu schicken - wenn sie diese Schulform wünschen - obwohl der Weg zu einer IGS in der Stadt Wolfenbüttel günstiger wäre. Anfang dieses Jahres hatte es erneut einen Versuch gegeben, diese Regelung zu kippen (regionalHeute.de berichtete).
Kreistagsabgeordnete Susanne Fahlbusch (SPD) kritisierte die erneut aufgeflammte Debatte. "Es ist schade, dass der IGS keine Zeit gegeben wird. Wir haben die Schulbezirke für fünf Jahre festgeschrieben. Zu diesem Zeitpunkt darüber zu diskutieren schafft nur weitere Unruhe und Verunsicherung bei den Beteiligten", so Fahlbusch.
Defizite der Schule untersuchen
Auch Landrätin Christiana Steinbrügge ist sich der Probleme bewusst. "Die Anmeldezahlen können uns nicht zufrieden stellen. Wir brauchen die Dreizügigkeit, das heißt mindestens 72 Anmeldungen", so Steinbrügge. Sie kündigte Gespräche mit der Landesschulbehörde und der Schule selbst an. Eine Aufhebung der Schulbezirke sei allerdings kein Mittel, um die Probleme zu beseitigen. Im Gegenteil würde man damit auch eine Voraussetzung für die Genehmigung der Schule beseitigen.