Wolfenbüttel. Kindern anderer Herkunft die deutsche Sprache zu vermitteln und für eine gelungene Integration in den einzelnen Schulen und Schulklassen zu sorgen, das sind die Ziele des neuen Projektes "Mobile Sprachförderung" des Deutschen Kinderschutzbundes, das am Mittwoch vorgestellt wurde.
"Die Kinder sollen ganz schnell Fuß fassen", heißt es von der Vorsitzenden des Deutschen Kinderschutzbundes Ulrike Hesselbach. Um jedoch kommunizieren und sich integrieren zu können, muss Kindern der Zugang zur deutschen Sprache ermöglicht werden. Hierzu haben sich acht ehrenamtliche Männer und Frauen, unter denen auch ehemalige Lehrerinnen und Lehrer zu finden sind, bereit erklärt, den Flüchtlingen Sprachunterricht zu geben.
Was bedeutet "Mobil"?
Das Konzept sieht vor, dass die Ehrenamtlichen direkt zu den Schulen kommen und parallel zum herkömmlichen Unterricht in Einzel- oder Gruppensitzungen den Kindern die deutsche Sprache näher bringen. Dies geschieht natürlich in Absprache mit dem zuständigen Lehrpersonal. So soll nicht nur gewährleistet sein, dass die Kinder die Chance bekommen, dem Unterricht gut verfolgen zu können und sich in den Schulklassen zu integrieren, sondern auch dass die Schulen und somit die Lehrerinnen und Lehrer entlastet werden, "die mit der Situation überfordert sind", so Carola Marquardt.
Das Projekt wurde bereits gestartet und zeigt erste Erfolge. Carola Marquardt besuchte hierzu die Schule in Groß Stöckheim und betreute zwei Kinder aus Afghanistan. Während des regulären Religionsunterrichtes übte sie mit den Kindern grundlegende Dinge, wie etwa Wortschatzerweiterungen.
Zeitnah wolle man noch zahlreiche weitere Schulen in das Projekt integrieren. Hierzu finden derzeit schon die ersten Gespräche statt.
Dank großzügiger Spenden ist dieses Projekt für die Kinder kostenfrei.

