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Notunterkunft in Schöppenstedt: Aufnahmekapazität verdoppelt ***aktualisiert***



Notunterkunft in Schöppenstedt: Aufnahmekapazität verdoppelt ***aktualisiert***


Zusätzliche 150 Betten wurden am Wochenende in der Notunterkunft in Schöppenstedt aufgebaut. Fotos: DRK
Zusätzliche 150 Betten wurden am Wochenende in der Notunterkunft in Schöppenstedt aufgebaut. Fotos: DRK Foto: DRK

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Schöppenstedt. Das war ein arbeitsreiches Wochenende für die Einsatzkräfte vom Roten Kreuz (DRK), Technischem Hilfswerk (THW) und den Ortsfeuerwehren: An den vergangenen Tagen haben sie einen weiteren Kraftakt in Schöppenstedt gestemmt, denn kurzfristig kam der Auftrag von der Landkreis-Verwaltung, im Bereich der bisherigen Notunterkunft weitere 150 Schlafplätze für Flüchtlinge einzurichten. Schon Zwei Wochen zuvor wurden in der ehemaligen Ludwig-von-Strümpell-Schule kurzfristig 150 Schlafplätze errichtet.

„Wir mussten zunächst in kürzester Zeit das Gebäude räumen‟, schildert DRK-Einsatzleiter Jörg Steiner-Campanale. 30 Einsatzkräfte der umliegenden Feuerwehren seien dabei zum Einsatz gekommen. Diese schleppten altes Schulmaterial und Einrichtungsgegenstände aus dem Haus. „Das war eine gewaltige Menge. Teilweise haben wir entrümpelt und sind mit Kettensägen vorgegangen‟, berichtet Jörg Steiner-Campanale. Einen Großteil des Materials brachten die Kräfte aber in die benachbarte Elm-Asse-Schule. Sobald das Gebäude entsprechend geräumt war, rückten 30 Einsatzkräfte des THW mit Lastwagen an. Sie hatten Matratzen, Bettzeug und Hygienematerial geladen. „150 Betten zu beziehen, das ist schon eine kraftraubende Aufgabe‟, berichtet Jörg Steiner-Campanale. Er betont, dass alle Einsatzkräfte hochmotiviert waren.

Gute Arbeitsatmosphäre


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30 Einsatzkräfte des THW halfen bei der Einrichtung der zusätzlichen 150 Betten. Foto: DRK



„Es herrschte eine gute Arbeitsatmosphäre‟, sagte der Einsatzleiter. Als Beispiel erzählte er eine Geschichte, die sich am Rande des Einsatzes zugetragen hat: „Eine Flüchtlingsfamilie, die zuvor in der Strümpell-Unterkunft angekommen war und inzwischen in Schöppenstedt lebt, ist am Einsatzort spazieren gegangen. Sie haben unter den entrümpelten Gegenständen ein Sofa und einen Tisch entdeckt, die sie für die eigene Einrichtung gebrauchen konnten. Die Kollegen vom THW haben sich kurzfristig bereit erklärt, die Gegenstände zu der Famile nach Hause zu fahren.‟ Der Arbeitstag für die Einsatzkräfte endete am Abend mit einem gemeinsamen Essen, das kurzfristig das DRK-Solferino bereitgestellt hat. In Schöppenstedt gibt es jetzt, verteilt auf verschiedene Unterkünfte, rund 300 Schlafplätze, um kurzfristig Flüchtlinge aufzunehmen.

 Helfer des THW bei der Arbeit.
Helfer des THW bei der Arbeit. Foto: DRK



Marc Bühner, der Ortsbeauftragte des THW Wolfenbüttel, bedankte sich ebenso bei seinen Mitstreitern wie Andreas Ring, der alle eingesetzten Gruppen lobte: "Vielen, vielen Dank an die Kameradinnen und Kameraden des THW und der Feuerwehr. Ohne diese Unterstützung hätten wir das nie geschafft, da am Wochenende auch die Unterkunft für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge in Wolfenbüttel ausgebaut werden musste."

aktualisiert (15.30 Uhr)


Grund für die plötzliche Verdoppelung der Aufnahmekapazität in der Notunterkunft sei, dass das Land Niedersachsen dem Landkreis Wolfenbüttel für den kommenden Donnerstag die Ankunft von weiteren 150 Flüchtlingen angekündigt hat. Das teilte Kornelia Vogt, Pressesprecherin des Landkreises Wolfenbüttel auf Anfrage unserer Online-Tageszeitung mit.


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