Wolfenbüttel. Ein Patient, der nach eigenen Angaben 24 Tage im Städtischen Klinikum Wolfenbüttel verbrachte, beschwerte sich nach seiner Entlassung schriftlich bei der Klinik über die Reinigungsmaßnahmen in den Zimmern. Vor allem bemängelte er dabei die nachlässige Reinigung im Bad.
Die Reinigungskräfte, so der Patient in seinem Schreiben das unserer Redaktion vorliegt, benötigten für ihre Arbeit im Bad weniger als zwei Minuten. Außerdem habe er nie gesehen, dass Reinigungsmittel zur Anwendung kämen. Zwar könnten die Putzmittel durchaus schon in den Wassereimern sein, diese würden zwischen den verschiedenen Zimmern aber nicht frisch aufgefüllt, sodass Keime von einem Zimmer ins andere übertragen werden könnten. Waschlotionen und Desinfektionsmittel sollen das Haltbarkeitsdatum weit überschritten haben und nicht selten solle die Reinigung von Bad oder Zimmer auch mal gänzlich entfallen, wenn die Reinigungskraft durch eine Visite im Zimmer oder ein besetztes Bad kurzzeitig an der Arbeit gehindert werde.
Verwaltungsdirektor bezieht Stellung
Auf Anfrage von RegionalWolfenbüttel.de reagierte der Verwaltungsdirektor des Klinikums Wolfenbüttel Klaus Salge auf die Vorwürfe: "Sauberkeit wird bei uns groß geschrieben. Trotzdem kann es in Einzelfällen mal zu Beschwerden kommen oder auch zu unzufrieden stellenden Ergebnissen." Er erklärte, dass die Beschwerde des Patienten, wie jede andere Beschwerde auch, ausgiebig überprüft werde und fügte hinzu: "Wir sind froh über Beschwerden, weil wir so schließlich auch etwas verbessern können."


