Schlechte Luft in der Lindenhalle? Jetzt soll investiert werden

Aktuell gibt es Probleme mit der Luftversorgung und Kühlung. Und die warme Jahreszeit fängt gerade erst an.

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Archivbild der Lindenhalle in Wolfenbüttel.
Archivbild der Lindenhalle in Wolfenbüttel. | Foto: regionalHeute.de

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Wolfenbüttel. Eine der wichtigsten Veranstaltungsstätten der Stadt Wolfenbüttel ist zweifellos die Lindenhalle. Doch offenbar gibt es aktuell Probleme mit der Lüftungsanlage, was zu einer mangelhaften Luftversorgung oder unzureichenden Kühlung im Sommer führen kann. Daher beschäftigt sich der städtische Wirtschaftsausschuss in seiner Sitzung am heutigen Mittwoch mit einer "außerplanmäßigen Mittelbereitstellung".



Insgesamt 84.000 Euro sollen zur Verfügung gestellt werden, um die Lüftungs- und MSR-Technik (Mess-, Steuerungs- und Regelungstechnik) in der Lindenhalle bedarfsgerecht zu erneuern. Eine Entscheidung fällt am kommenden Montag im nicht öffentlichen Verwaltungsausschuss.

Sehr hoher Grad des Verschleißes


In der Begründung des von der Verwaltung eingereichten Antrags heißt es, dass die Lüftungsanlage in der Lindenhalle - insbesondere die Lüfter der Saallüftungsanlage - einen sehr hohen Grad des Verschleißes aufweisen, sodass ein Regelbetrieb mit der maximalen Luftmenge nicht mehr möglich sei. Ebenfalls sei eine Klimatisierung der Zuluft derzeit nicht möglich.

Die Lüftungsanlage für den zentralen Saalbereich, der als Hauptveranstaltungsraum dient, habe eine Soll-Leistung von 36.000 Kubikmetern pro Stunde. Aufgrund eines nicht mehr verfügbaren Ersatzteils sei die Leistung der Lüftungsanlage derzeit auf maximal 70 Prozent gedrosselt. Vor allem bei andauernder Sonneneinstrahlung in den Frühlings- und Sommermonaten sowie gleichzeitiger Vollbelegung des Hauptveranstaltungsraumes habe das reduzierte Lüftungsvolumen einen erheblichen Einfluss auf die Nutzungsqualität für die Veranstaltungsgäste.

Lüfter müssen ersetzt werden


Ein Hochfahren der Anlage in den Volllastbetrieb sei aufgrund von altersverschleißbedingten Schwingungsbewegungen in den derzeitigen Ventilatoren ausgeschlossen. Die Lüfter (Ventilatoren) müssten daher kurzfristig ersetzt werden.

Ebenso sei die MSR-Technik der Haupt-Lüftungsanlage defekt. Aktuell sei lediglich eine eingeschränkte Auswahl an Ansteuerungsmöglichkeiten möglich. Konkret kann man sie nur an- oder ausstellen. Die Kühlung der Anlage mittels integriertem Kältekompressor könne lediglich ab einem Volumenstrom von 80 Prozent dazugeschaltet werden, da keine Modulierung des Leistungsbereichs der Kältemaschine möglich ist.

Keine Kühlung des Saals


Somit sei eine Kühlung des Saals zum jetzigen Zeitpunkt aufgrund der notwendigen Drosselung auf 70 Prozent des Volumenstroms nicht gewährleistet. Um in den Sommermonaten eine Kühlung des Hauptveranstaltungsraumes zu gewährleisten, sei eine kurzfristige Ertüchtigung der MSR-Technik notwendig.

Die gute Nachricht: Die benötigten Mittel könne man laut Verwaltung aus Restbudgets anderer Projekte, die günstiger umgesetzt wurden oder werden, beziehen. Zudem erhofft man sich in Zukunft Einsparungen durch die neue Ventilatortechnologie. Eine Reduzierung der Energiekosten von jährlich rund 3.850 Euro wird kalkuliert.