Solarpark an der A36 bei Schladen geht auf die Zielgerade

Die Inbetriebnahme der 18 Hektar großen Anlage ist für November geplant. Bürger aus der Region sollen sich finanziell beteiligen können.

Der neue Solarpark an der A36 bei Schladen.
Der neue Solarpark an der A36 bei Schladen. | Foto: EBERT Erneuerbare Energien Unternehmensgruppe

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Wolfenbüttel. Der Solarpark an der Autobahn 36 steht kurz vor der Fertigstellung. Die grundlegenden Infrastrukturarbeiten auf der rund 18 Hektar großen Fläche sind weitgehend abgeschlossen. Nach dem aktuellen Zeitplan soll die netzseitige Inbetriebnahme im November 2026 erfolgen. Der Blick der Betreibergesellschaft SESP Photovoltaik Schladen GmbH & Co. KG richtet sich jetzt auf die geplante Bürgerbeteiligung. Das geht aus einer Pressemitteilung der EBERT Erneuerbare Energien Unternehmensgruppe hervor.



Bei einem Vor-Ort-Termin am gestrigen Montag stellte das Unternehmen den weiteren Zeitplan vor. SESP-Geschäftsführer Michael von Loh betonte, dass neben der technischen Umsetzung vor allem die Akzeptanz und die Beteiligung der Menschen vor Ort entscheidend seien. Die Zusammenarbeit mit der Gemeinde Schladen-Werla und den örtlichen Partnern solle mit größtmöglicher Transparenz fortgesetzt werden.

Wind- und Solarstrom für Rechenzentrum


Eine besondere Rolle könnte der Solarpark künftig im Zusammenhang mit dem geplanten 200-Megawatt-Rechenzentrum in Beuchte spielen. Gemeinsam mit dem angrenzenden Bürgerwindpark solle die Photovoltaikanlage Teil eines regionalen Energieclusters werden. Vorgesehen sei, Wind- und Solarstrom über Direktleitungen an das Rechenzentrum zu liefern. Dadurch könnte dessen hoher Energiebedarf mit regional erzeugtem Grünstrom gedeckt werden.

Finanzielle Beteiligung für Bürger


Für die schlüsselfertige Umsetzung des Solarparks ist die EBERT Solar GmbH als Projektentwickler verantwortlich. Geschäftsführer Tim Ebert erklärte, man befinde sich auf der Zielgeraden. Die netzseitige Inbetriebnahme solle im November abgeschlossen werden. Auch für die geplante finanzielle Beteiligung der Bevölkerung wurde ein wichtiger Schritt gemacht: Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) billigte am 1. Oktober das gesetzlich vorgeschriebene Vermögensanlagen-Informationsblatt (VIB). Damit sei die Grundlage geschaffen, Einwohnern der Region eine finanzielle Beteiligung an dem Infrastrukturprojekt anzubieten.

In der Kommunalpolitik stößt das Vorhaben auf Unterstützung. Martin Schulze, Bürgermeister der Gemeinde Schladen-Werla, sieht in der geplanten Beteiligung ein Zeichen für eine bürgernahe Energiewende. Auch Schladens Ortsbürgermeister Michael Hausmann begrüßt den Ansatz. Wenn die Wertschöpfung in der Region bleibe, könne die gesamte Gemeinschaft davon profitieren.

Regionale Vorzugsphase


Die Bürger sollen zeitnah über Faltblätter in den Briefkästen und eine Zeitungsanzeige informiert werden. Dabei ist eine regionale Vorzugsphase vorgesehen. Einwohner aus Beuchte, Isingerode, Schladen und Wehre sollen vier Wochen lang ein vorgezogenes Zuteilungsrecht erhalten. Erst anschließend soll das Angebot bei noch vorhandenen Kontingenten auch überregional geöffnet werden.

Geplant ist ein qualifiziertes Nachrangdarlehen mit einer Verzinsung von 5,5 Prozent pro Jahr und einer Laufzeit von zehn Jahren. Die Mindestzeichnung beträgt 250 Euro, maximal können 25.000 Euro angelegt werden. Die Beteiligung erfolgt ausschließlich elektronisch über die Plattform der DKB Crowdfunding GmbH.

Auf die mit der Anlage verbundenen Risiken wird ausdrücklich hingewiesen. Unter anderem kann es zu einem vollständigen Verlust des eingesetzten Vermögens kommen. Das Vermögensanlagen-Informationsblatt (VIB) sowie weitere Pflichtinformationen sind digital abrufbar.