Streit um diesen Sportplatz: Verwaltung widerspricht dem Verein

Die Fußballer müssen ihre Vorbereitung verlegen und Testspiele absagen. Laut Stadtverwaltung liegt das aber an fehlenden Angaben des Teams.

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Der A-Platz der Meesche regeneriert zurzeit – die MTV-Kicker trainieren anderswo(Archivbild).
Der A-Platz der Meesche regeneriert zurzeit – die MTV-Kicker trainieren anderswo(Archivbild). | Foto: Matthias Kettling

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Wolfenbüttel. Zoff um die Meesche: Die Fußballer des MTV Wolfenbüttel verschafften sich heute Vormittag unter anderem mit einem inzwischen wieder gelöschten Beitrag auf Instagram Luft. Demnach habe die Stadtverwaltung kurzfristig den A-Platz im Meesche-Sportpark für mehrere Wochen gesperrt. Ungünstig für die Kicker um Cheftrainer Deniz Dogan – schließlich befindet sich der Oberliga-Absteiger am Start der Vorbereitung auf die anstehende Landesliga-Saison. Dafür wichen die Fußballer jetzt nach Adersheim aus. Auch waren schon einige Testspiele angesetzt, die jetzt abgesagt werden mussten – etwa gegen den HSC Hannover. Die Stadtverwaltung weist die Schuld in dieser Sache aber von sich.



Die Stadt reagierte ebenfalls am heutigen Mittwoch mit einer Pressemitteilung. Damit wolle die Verwaltung "den Sachverhalt und die chronologischen Hintergründe der planmäßigen Rasensanierung transparent" klarstellen, heißt es darin. Und: "Die Behauptung, die Sperrung sei überraschend oder trotz rechtzeitiger Saisonplanung des Vereins erfolgt, entspricht nicht den Tatsachen."

Stadt Wolfenbüttel habe rechtzeitig nach Terminen gefragt


Die Stadt habe bereits im Mai alle Sportvereine nach ihren terminlichen Eckdaten gefragt. "Seitens der Vereinsverantwortlichen ging auf diese offizielle Abfrage jedoch keine abschließende Rückmeldung bei den städtischen Kontaktstellen ein. Konkrete Angaben zum offiziellen Saisonende, zum geplanten Trainingsstart oder zu weiteren fixen Veranstaltungen blieben aus", heißt es von der Verwaltung mit Blick auf den MTV.

Um die Bespielbarkeit und die langfristige Qualität des Naturrasens für die kommenden Monate zu sichern, benötige die Fläche nach einer intensiven Saison zwingend eine vier- bis fünfwöchige Ruhe- und Renovationsphase. Mangels verlässlicher Daten des Vereins leitete die zuständige Fachabteilung die Sanierungsmaßnahmen daher unter Berücksichtigung personeller Ressourcen und der vielen anderen Aufgaben des Grünflächenamtes in der Hauptsaison ihrer Arbeit planmäßig zum 8. Juni ein, erklärt die Stadt weiter.

Die in der Kritik stehenden Testspiele wurden vonseiten der sportlichen Leitung des Vereins erst zu einem Zeitpunkt intern konkretisiert und an die Verwaltung herangetragen, als die Sanierungsarbeiten auf dem Platz bereits in vollem Gange waren. Dann seien auch nach und nach Meldungen über weitere geplante Spieltermine gefolgt. Trotz der organisatorischen Schwierigkeiten habe sich die Stadtverwaltung kompromissbereit gezeigt und die Nutzung des A-Platzes ab dem 14. Juli und damit vorzeitig erlaubt.

MTV Wolfenbüttel weicht nach Adersheim aus


Ihr erstes Mannschaftstraining absolvierten die MTV-Kicker jetzt in Adersheim. Die Stadtverwaltung weist derweil darauf hin, dass dem MTV der Kunstrasenplatz auf der Meesche und der Naturrasenplatz an der Halberstädter Straße als adäquate Ausweichmöglichkeiten zur Verfügung stehen. Damit weist die Stadt auch die Schuld von sich, wenn es um mögliche finanzielle Auswirkungen geht.

Die Stadtverwaltung weist in diesem Zusammenhang auf den Anlagenvertrag hin, der die Rechte und Pflichten zur Nutzung der dem Verein kostenlos zur Verfügung gestellten Meesche klar regelt. Es sei bedauerlich, dass von den verantwortlichen Akteuren der Abteilung der Weg in die Öffentlichkeit gesucht wurde, ohne im Vorfeld den eigenen Gesamtvorstand des Vereins einzubinden oder über die versäumten Fristen bei der Terminmeldung zu informieren.

Um vergleichbare Situationen künftig zu vermeiden, appelliert die Verwaltung an eine professionelle Kommunikation auf Augenhöhe. Dazu gehören die fristgerechte Beantwortung von Abfragen, die frühzeitige Bekanntgabe von Eventplanungen vor deren finaler Festlegung sowie eine stärkere Einbeziehung alternativer städtischer Spielstätten in die vereinsinterne Logistik.

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