Tafel verteilt zum 15. Mal Schulranzen an Kinder

Zum ersten Mal wurde dabei Englisch gesprochen.

Freude im Tafel-Shop des DRK-Kreisverbandes.
Freude im Tafel-Shop des DRK-Kreisverbandes. Foto: DRK

Wolfenbüttel. Im Tafel-Shop des DRK-Kreisverbandes wurden am Mittwoch Schulranzen und weitere Materialien an Kinder aus bedürftigen Familien verteilt. "Neben einem hochwertigen Ranzen bekommt jedes Kind eine Schultüte und eine Tragetasche mit Ausrüstung", sagte Sonja Meyer. Sie ist neben Tafelleiterin Juliane Liersch neue Leiterin für das Projekt "Tafel macht Schule", beide arbeiten im Ehrenamt.


50 Kinder hatte das Rote Kreuz persönlich eingeladen, sich die Erstausrüstung abzuholen. Zum 15. Mal fand die Verteilung dieses Jahr statt, aber eine Sache war anders als sonst: Zum ersten Mal wurde die Begrüßung mit Erklärung des Ablaufs auf Englisch gehalten: "In diesem Jahr haben wir ganz viele Flüchtlingskinder", sagte Juliane Liersch. "Aus der Ukraine, aus Afrika und anderen Staaten." Die Sprachbarrieren seien im Tagesgeschäft hoch, aber am Ende komme man immer irgendwie ans Ziel.

Als die Tafelleiterin später im Laden nur die Kinder fragte, wer denn Deutsch spreche, da gingen fast alle Finger in die Höhe. Und als dann der Startschuss gefallen war, spielte Sprache ohnehin keine Rolle mehr: Jedes Kind durfte sich seinen Ranzen und die Schultüte nach dem Dekor aussuchen - ganz offensichtlich gleichen sich die Geschmäcker auch international. Bei den Mädchen standen Einhörner hoch im Kurs, bekannte Comic-Figuren, und alles möglichst in Pink. Die Jungs griffen zu Grün und Blau, wobei Trecker, Mähdrescher und Raumfahrer schwer angesagt waren.

Mehr Kinder als in den letzten Jahren


Die Abholerzahl von 50 Kindern bedeutete für die Wolfenbütteler Tafel einen Rekord, den das DRK nach eigenen Angaben nur mit Spenden von rund 6.000 Euro bewältigen konnte. "Neben dem Geld haben wir aber auch ganz viel Schweiß gelassen", sagte Sonja Meyer. Wochenlang durchstreifte sie Geschäfte, handelte Preise nach unten und sorgte zu guter Letzt in einem großen DRK-Container dafür, dass alles gerecht in Tüten verpackt wurde. Allein die Tragetaschen beinhalteten 40 Artikel, von Blöcken und Mappen über Stifte und Malsachen bis hin zu Trinkflaschen und Behältern für die "Hasenbrote".


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