Technikerschule trifft sich nach 55 Jahren der auf der Schlagenfarm


| Foto: Lorenz)



Braunschweig/Wolfenbüttel. Die Studenten des Abschlusssemester 7c der Technikerschule Braunschweig (Städtische Fachschule für Maschinenbau) verließen 1958, nach bestandener Prüfung, die Bildungsstätte. In diesem Jahr feierten die Absolventen das „Smaragdenen Jubiläum“.   


Mittlerweile wurden die Teilnehmer immer  weniger. Von zwei Verstorbenen machen die Witwen weiter mit. Ein verwitweter Kollege lebt in Puttgarden, ist durch seine Behinderung an die Wohnung gebunden und kann nicht teilnehmen. Ein weiterer Kollege wohnt im Saarland, dem ist die Anreise zu weit .Der Kontaktpfleger sorgt seit 1959 für regelmäßige Informationen.


Zum Schluss einer jeden Begegnung wird vereinbart, wer im kommenden Jahr das Treffen organisiert. Ein bis zwei Übernachtungen gehören  zum Programm.


Die „Aktion 2014“ hatte „Kontaktpfleger“ Dieter Lorenz aus Sickte, mit Ehefrau Jutta übernommen. Mit einem „Klosterbrunch am Sonntag“ im Kloster Wöltingerode und einer Führung durch die Klosterbrennerei, begann das Treffen.


Bei der Wanderung um den  Vienenburger See mit Kaffeetrinken, organisiert von Dorothea Bild, Witwe eines Wolfenbütteler Kollegen, und einem Rundgang über den „Kloster-Erlebniswege“ hatte man Appetit bekommen. An einem großen Tisch im „Klosterkrug“ traf man sich zum festlichen Abendessen, seit  Jahrzehnten feste Tradition.


Vom Kloster ging es am nächsten Morgen zum Eisenbahnmuseum Vienenburg mit dem ältesten noch erhaltenem Bahnhofsgebäude in Deutschland. Eisenbahngeschichte der Braunschweiger Region lebte auf, bei den Informationen von Helmut Moritz, Vorsitzender des 1988 gegründeten VEV (Verein zur Förderung des Eisenbahnmuseums Vienenburg).


Das nächstes Ziel war das „Nordharzer Schlangenparadies“ in Schladen. Ein erster Rundgang über das Außengelände und das Afrika- und Krokodilhaus zeigte die Vielfalt und farbliche Schönheit vieler Schlangen und Kriechtiere in ihren sicheren Glasbehältern. Höhepunkt war die Begegnung mit Jürgen Hergert, dem weltbekannten Schlangenexperten und Inhaber der Schlagenfarm. Im Vortragsraum hörten die  Besuchergruppe, „Techniker 58“ die Geschichte dieser Besonderheit im Harzvorland und in  ganz Europa. Auch vieles über das Leben und die Nützlichkeit von Schlange beschrieb Hergert.


Im Restaurant „Zur Schlangenfarm“ war dann das Abschiedsessen. Wirtin Petra Resch mit ihrem Küchenteam bekam viel Lob für die Bewirtung. Letzter gemeinsamer Halt war die „Kaiserpfalz Werla“ und alte Geschichte lebte auf. „Vor dem 14. Jahrhundert wurden  hier vier deutsche Könige und spätere Kaiser gewählt“ war zu hören.


Dank bekamen Dieter und Jutta Lorenz für die Organisation. Man kam überein, dass im kommenden Jahr Winfried Mühlrath mit Ehefrau Regina, aus Wennigsen im Deister, einladen werden.


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